Sonntag
06. Juni 2021
nach dem neuen Stil

24. Mai 2021
nach dem alten Stil

6. Sonntag nach Ostern, des Blinden. Ton 5.
Kein Fasten

Heilige: Hl. SIMEON Stylites der Jüngere vom Wunderbaren Berg † 592; Hll. Märtyrer MELETIOS Stratilates, STEPHAN, JOHANNES und 1218 Soldaten mit Frauen und Kindern, darunter: SERAPION d. Ägypter, KALLINIKOS d. Zauberer. THEODOR, FAUSTUS, die Frauen MARKIANA, SUSANNA und PALLADIA, die Kinder KYRIAKOS und CHRISTIAN. Zwölf Tribune: FAUSTUS, FESTUS, MARCELLUS, THEODOR, MELETIOS, SERGIUS, MARCELLINOS, FELIX, PHOTINOS, THEODORISKOS, MERCURIUS und DIDYMOS † um 218; Ehrw. KYRIAKOS, Mönch auf Zypern; Ehrw. NIKETAS Stylites, Wundertäter von Perejaslavl’ Zalesskij † 1186; Hl. GREGOR, Erzbischof von Novgorod † 1193; Hl. Bekennerin BLANDINA von Iași (Rumänien) † 1971; Hl. XENIA von St. Petersburg (Tag der Verherrlichung im Jahre 1988). Westliche Heilige: Hll. Märtyrer DONATIAN und ROGATIAN von Nantes in der Bretagne † 299; Ehrw. VINZENZ von Lérins † 450.

Lesungen aus der Heiligen Schrift

Lesung des Tages. Zum Orthros (Achtes Auferstehungsevangelium): Joh 20,11-18; zur Liturgie: Apg 16,16-34; Joh 9,1-38.
Lesung des frommen Vaters. Zur Liturgie: Kol 3,12-16; Mt 11,27-30.

Gebete

Ton 5. Tropar des Sonntags.
Den Logos ohne Anfang mit dem Vater und dem Geiste, / der aus der Jungfrau geboren uns zum Heile, / lasst uns besingen und anbeten, ihr Gläubigen. / Denn es gefiel ihm, im Fleische das Kreuz zu besteigen / und den Tod zu erleiden / und aufzuerwecken die Toten // in seiner glorreichen Auferstehung.
Ton 5. Kondak des Sonntags.
Zum Hades bist du hinabgestiegen, mein Erretter, / und hast die Tore als Allmächtiger zertrümmert / und die Verstorbenen mitauferstehen lassen als Schöpfer; / den Stachel des Todes hast du, o Christus, zerbrochen / und den Adam erlöst vom Fluche, / Menschenliebender, weswegen wir alle // dir rufen: Errette uns, o Herr.
6. Sonntag nach Ostern. Sonntag des Blinden vigil Zum Gottesdienst
Ton 5. Tropar des Triodions. (der Auferstehungstropar)
Das mit dem Vater und dem Geiste gleichanfanglose Wort, / den aus der Jungfrau zu unserer Errettung Geborenen, / lasset uns in Hymnen hochpreisen und anbeten, ihr Gläubigen; / denn es hat ihm wohlgefallen, / im Fleische ans Kreuz zu steigen, / den Tod zu erdulden // und die Verstorbenen aufzuerwecken in seiner herrlichen Auferstehung.
Ton 8. Kondak des Triodions. (der Kondak von Ostern)
Wenn du auch ins Grab hinabgestiegen bist, Unsterblicher, / so hast du doch die Macht des Hades vernichtet und bist als Sieger auferstanden, Christus Gott, / hast den balsamtragenden Frauen „Freuet euch“ zugerufen und deinen Aposteln Frieden geschenkt, // der du den Gefallenen gewährst die Auferstehung.
Ton 4. Kondak des Triodions. (der Kondak des Blinden, nach: Heut’ bist du erschienen)
An den Augen der Seele erblindet, / komme ich zu dir, o Christus, / wie der von Geburt Blinde / und rufe dir im Umgeisten zu: // Du bist das hellstrahlende Licht derer in Finsternis.
Ton 5. Theotokion des Triodions.
Freue dich, undurchschreitbare Pforte des Herrn. / Freue dich, Mauer und Schutz der zu dir Eilenden. / Freue dich, sturmfreier Hafen und Eheunerfahrene, / die du im Fleische geboren deinen Schöpfer und Gott, / lass nicht ab, Fürbitte einzulegen für ‹alle›, // die in Hymnen den von dir Geborenen hochpreisen und anbeten.
Frommer Vater Symeon auf dem Wunderbaren Berge sechs Zum Gottesdienst
Ton 1. Tropar des frommen Vaters.
Zur Säule der Geduld bist du geworden, / nacheifernd, Gottseliger, den Vorvätern, / Hiob in den Leiden, Joseph in den Versuchungen / und dem Lebenswandel der Unkörperlichen, obschon im Leibe. / Symeon, unser gottseliger Vater, / lege Fürbitte ein bei Christus Gott, // dass errettet werden unsere Seelen.
Ton 1. Tropar des frommen Vaters.
Als Bürger der Wüste, als Engel im Leibe und Wundertäter / hast du dich, unser gotttragender Vater Symeon, erwiesen; / durch Fasten, Nachtwachen und Beten hast du himmlische Gnadengaben empfangen / und heilst so die Kranken und die Seelen der zu dir Eilenden. / Ehre dem, der dir Kraft gab; / Ehre dem, der dich krönte; // Ehre dem, der durch dich allen Heilungen wirkt.
Ton 2. Kondak des frommen Vaters. (nach: Nach dem, was oben ist, strebend)
Nach dem, was oben ist, strebend, / hast du dich von dem, was unten ist, getrennt und wie einen Himmel die Säule erbaut. / Durch diese bist du wie ein Blitz aufgestrahlt im Glanz der Wunder, Gottseliger, / und bei Christus, dem Gotte aller, // legst du unaufhörlich Fürbitte ein für uns alle.

Der Prolog von Ochrid


Predigten und Artikel zu den Lesungen

Predigt zum 6. Herrentag nach Ostern, vom Blindgeborenen (Apg. 16:16-34; Joh. 9:1-38) (09.06.2024)

Liebe Brüder und Schwestern, mit unserem Herrn und Seinen Jüngern begegnen wir heute einem Mann in Jerusalem, der seit seiner Geburt blind gewesen war. Seine Blindheit steht einerseits in einer allegorischen Beziehung zur geistlichen Blindheit all der Völker, die den Heiland zuvor aus Unwissenheit nicht kannten (vgl. Joh. 9:36) und Ihn jetzt nach dem Taufbad vor sich sehen können, da Er mit ihnen spricht (s. 9:7,37). Denn der... Weiterlesen.


Predigt zum 34. Herrentag nach Pfingsten (Kol. 3:12-16; Lk. 18:18-27) (28.01.2024)

Liebe Brüder und Schwestern, heute wollen wir gemeinsam den Dialog unseres Herrn mit einem der „führenden Männer“ (s. Lk. 18:18) nachverfolgen. Gemäß den Darstellungen aller drei Synoptiker verläuft dieser Dialog im Wesentlichen wortgleich. Der Mann spricht den Herrn entweder mit „guter Meister“ (Lk. 18:18; vgl. Mk. 10:17) an oder fragt Ihn nach dem „Guten“ (s. Mt. 19:16), worauf ihn der Herr sanft maßregelt und auf Gott als einzigen... Weiterlesen.


Predigt zum 6. Herrentag nach Ostern / vom Blindgeborenen (Apg. 16:16-34; Joh. 9:1-38) (21.05.2023)

Liebe Brüder und Schwestern, heute begehen wir den letzten Herrentag der Osterzeit, feiern wir letztmals die „Auferstehung in der Auferstehungszeit“. An diesem Tag wird uns jedes Jahr die Erzählung von der Heilung des Blindgeborenen am Teich Schiloach zu Gehör gebracht. Und egal wie oft man diese oder andere Perikopen liest oder hört, tun sich immer wieder neue Abgründe der göttlichen Weisheit auf. Der Herr heilt nicht einen Menschen,... Weiterlesen.


Predigt zum 6. Herrentag nach Ostern / vom Blindgeborenen (Apg. 16:16-34; Joh. 9:1-38) (06.06.2021)

Liebe Brüder und Schwestern, am letzten Herrentag der freudigen Osterzeit erzählt uns der heilige Evangelist Johannes der Theologe von der Heilung des von Geburt an Blinden in der Nähe des Teiches Schiloach. Welch ein Gegensatz zu dem 38 Jahre lang Gelähmten am Schaftor, von dessen Heilung wir vor zwei Wochen lasen. Mir drängt sich fast der Verdacht auf, er habe „keinen Menschen“, der ihn „in den Teich bringt, wenn das... Weiterlesen.


Predigt zum 34. Herrentag nach Pfingsten (Kol. 3:12-16; Lk. 18:18-27) (31.01.2021)

Liebe Brüder und Schwestern, der Dialog unseres Herrn mit einem der führenden Männer (dem Evangelisten Matthäus zufolge ist das ein noch junger Mann – s. Mt. 19:22) offenbart gleich zu Beginn die Diskrepanz zwischen menschlicher und göttlicher Denkweise. Der womöglich noch unerfahrene Fragesteller weiß nicht genau, wie er den Herrn anreden soll: als göttlichen oder bloß als menschlichen Lehrer? Und so entschließt er sich zur Kompromissformel „guter Meister“ (Lk. 18:18)... Weiterlesen.


Predigt zum 6. Herrentag nach Ostern / Gedächtnis des Blindgeborenen (Apg. 16:16-34; Joh. 9:1-38) (24.05.2020)

Liebe Brüder und Schwestern, ausnahmsweise wollen wir uns heute nicht der liturgischen Lesung aus dem Evangelium zuwenden, sondern derjenigen aus dem Apostel. In der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten wird bekanntlich die ganze Apostelgeschichte gottesdienstlich behandelt, so dass wir am heutigen Tag den Apostel Paulus samt Gefährten nach Mazedonien begleiten dürfen. Durch die äußeren Umstände dieser Missionsreise, die im übrigen zum ersten Mal auf das europäische Festland führt... Weiterlesen.


Predigt zum 6. Herrentag nach Ostern / Gedächtnis des Blindgeborenen (Apg. 16: 16-34; Joh. 9: 1-38) (02.06.2019)

Liebe Brüder und Schwestern, eine jede Lesung aus dem Evangelium birgt in sich eine schier unüberschaubare Menge von verborgenen geistlichen Schätzen, die darauf warten, von uns gehoben zu werden, denn jeder noch so kurze Abschnitt der Frohen Botschaft regt bei Vertiefung in seinen Inhalt zur Kontemplation an, so dass durch die Einbindung in den Zyklus der Herrentage zwischen Ostern und Himmelfahrt bzw. Pfingsten sich weitere neue Betrachtungsweisen für... Weiterlesen.


Predigt zum 30. Herrentag nach Pfingsten (Kol. 3: 12 - 16; Lk. 17: 12-19) (23.12.2018)

Liebe Brüder und Schwestern, das herannahende Geburtsfest unseres Herrn kann in seiner heilsgeschichtlichen Dimension richtig nur von einem gläubigen Herzen erfasst werden. Nur der unverfälschte Glaube bewirkt die Abkehr vom fleischlichen Denken und sündhaften Handeln zu einem Leben in der Gnade des Herrn (vgl. Gal. 5: 19-26). Wir lesen heute: "Ihr seid von Gott geliebt, seid Seine auserwählten Heiligen. Darum bekleidet euch mit aufrichtigem Erbarmen, mit Güte, Demut,... Weiterlesen.


Predigt zum 6. Herrentag nach Ostern / Gedächtnis des Blindgeborenen (Apg. 16: 16-34; Joh. 9: 1-38) (13.05.2018)

"Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an Mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt" (Joh. 12:46) Liebe Brüder und Schwestern, der letzte Herrentag der Osterzeit ist dem Gedächtnis des Blindgeborenen gewidmet, dem der Herr das Augenlicht schenkt. Die heutige Evangeliumslesung lässt einige erhellenden Einblicke in dessen Seelenleben zu. Bemerkenswert ist z.B. die Treue gegenüber dem Wohltäter, obwohl er sich der... Weiterlesen.


Predigt zum 6. Herrentag nach Ostern / Gedächtnis des Blindgeborenen (Apg. 16: 16-34; Joh. 9: 1-38) (21.05.2017)

Liebe Brüder und Schwestern, wieder einmal beschäftigt uns die wechselseitige Wirkung zwischen seelischer und körperlicher Gesundheit. Während die beiden aus den Evangelien bekannten Fälle von wiederaufgerichteten Gelähmten eher auf einen inneren Zusammenhang zwischen Sünde und Krankheit hindeuten (s. Mk. 2: 5-11; Joh. 5: 14), ist dieser bei dem heutigen Blindgeborenen definitiv nicht gegeben (s. Joh. 9: 2-3) und bei den Blinden von Jericho zumindest nicht erkennbar (s. Mt. 20:... Weiterlesen.


Predigt zum 6. Herrentag nach Ostern / Gedächtnis des Blindgeborenen (Apg. 16: 16-34; Joh. 9: 1-38) (05.06.2016)

Liebe Brüder und Schwestern,    am kommenden Mittwoch werden wir zum letzten Mal in diesem Jahr das „XPICTOC ANECTH“ singen, denn an diesem Tag endet das Gedenken an die Erscheinungen des Herrn im Kreise Seiner Jünger im Verlauf von vierzig Tagen (s. Apg. 1: 3) nach Seiner Auferstehung. Der letzte Sonntag der Osterzeit wird aber im Gedenken an die Heilung des Blindgeborenen zu Jerusalem begangen. Die unterschiedliche Ausgangslage und... Weiterlesen.


Predigt zum 35. Herrentag nach Pfingsten (Kol. 3: 12-16; Lk. 18: 18-27) (31.01.2016)

Liebe Brüder und Schwestern,    in der zurückliegenden Woche (Herrentag nach Theophanien) sprachen wir u.a. davon, dass wir im Mysterium der Taufe unseren Herrn Jesus Christus als Gewand angezogen haben (s. Gal. 3: 27). Wir sprachen weiter davon, dass dieses unvorstellbare Gnadengeschenk von uns würdig angenommen und durch ein tugendhaftes Leben im Geiste Gottes bekräftigt werden soll. In der Taufe aus Wasser wurde durch die Gnade Gottes unser ursprünglicher... Weiterlesen.


Predigt zum Herrentag vom Blindgeborenen (Apg. 16: 16-34; Joh: 9: 1-38) (17.05.2015)

Liebe Brüder und Schwestern, auch am sechsten und letzten Sonntag des Nachfestes von Ostern wird uns die individuell ausgerichtete Vorgehensweise des Herrn zur Errettung von uns Sündern beschäftigen. Der Blindgeborene, von dem der heutige Evangeliumstext handelt, erduldet, anders als zuvor der Gelähmte (s. Joh. 5: 14), nach dem Bekunden des Herrn keine Strafe für eigene oder elterliche Vergehen, „sondern das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden“ (Joh.... Weiterlesen.


Predigt zum Sonntag des Blinden (20.05.2012) (Apg 16, 16-34. Joh 9, 1-38)

Christus ist auferstanden! Liebe Brüder und Schwestern, mit der heutigen Evangeliumslesung (Jh. 9: 1-38) endet der Themen-Zyklus des Evangelisten Johannes mit dem Wasser als Symbol für die lebenschaffende Gnade des Heiligen Geistes. Beim Gelähmten am Teich zu Betesda, zu dem fünf Säulenhallen gehörten, war der Zusammenhang zwischen seelischer und körperlicher Krankheit offenkundig: „Jetzt bist du gesund; sündige nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres zustößt“ (Jh. 5: 14). Die... Weiterlesen.


Predigt zum 29. Sonntag nach Pfingsten (Kol. 3: 12-16; Lk. 17: 11-19) (23.12.2012)

Liebe Brüder und Schwestern, sowohl die heutige Epistel-, als auch die uns angebotene Evangeliumslesung haben die Dankbarkeit Gott gegenüber zum Thema. Wenn wir uns diesem Themenkomplex aufmerksam nähern, müssen wir als Gläubige zu dem Schluss kommen, dass die Dankbarkeit gewissermaßen ein Gradmesser für unseren Glauben und unsere Frömmigkeit ist. Wie könnte es denn anders sein? - Wenn ich an das glaube, was der Herr mir im Evangelium verspricht, dann... Weiterlesen.


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* Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
**Tropare und Kondake gesungen von der Familie Brang, DOM e. V.