Evangelium nach Matthäus. Kapitel 24: 3 Als er aber auf dem Ölberg saß, traten die Jünger gesondert zu ihm und sprachen: Sage uns, wann wird dies sein, und was ist das Zeichen deiner Wiederkunft und der Vollendung des Weltalters? 4 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Sehet zu, dass euch keiner irreführe. 5 Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: „Ich bin der Christus.“, und sie werden viele irreführen. 6 Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören. Sehet zu, erschrecket nicht; denn alles muss geschehen, aber es ist noch nicht das Ende. 7 Denn es wird sich Nation wider Nation erheben und Königreich wider Königreich, und es werden Hungersnöte und Seuchen sein und Erdbeben an verschiedenen Orten. 8 Alles dies aber ist der Anfang der Wehen. 9 Dann werden sie euch in Bedrängnis überliefern und euch töten; und ihr werdet von allen Nationen gehasst sein um meines Namens willen. 10 Und dann werden viele Ärgernis nehmen und werden einander überliefern und einander hassen; 11 und viele Trug-Propheten werden sich erheben, und sie werden viele irreführen; 12 und wegen des Zunehmens der Gesetzlosigkeit wird die Liebe der Vielen erkalten; 13 wer aber Geduld geübt hat bis ans Ende, dieser wird errettet werden. 14 Und dieses Evangelium vom Königtum wird verkündigt werden auf dem ganzen Erdkreis, allen Nationen zum Zeugnis, und dann wird das Ende kommen.
15 Wann ihr nun den durch Daniël, den Propheten, vorausgesagten Gräuel der Verwüstung an heiligem Orte stehen seht ‒ wer es liest, begreife es, 16 dann sollen <die in Judäa> auf die Berge fliehen. 17 Wer auf dem Dach ist, steige nicht hinab, um die Dinge aus seinem Haus zu holen; 18 und wer auf dem Feld ist, kehre nicht zurück, um seine Kleider zu holen. 19 Wehe aber den Schwangeren und den Stillenden in jenen Tagen! 20 Betet aber, dass eure Flucht nicht im Winter geschehe noch am Sabbat; 21 denn dann wird große Bedrängnis sein, wie sie von Anfang der Welt bis jetzt nicht gewesen ist und auch nie mehr sein wird. 22 Und wenn jene Tage nicht abgekürzt würden, so würde kein Fleisch errettet werden; aber um der Auserwählten willen werden jene Tage abgekürzt werden. 23 Wenn dann einer zu euch sagt: „Siehe, hier ist der Christus, oder hier.“, so glaubet es nicht. 24 Denn es werden sich Trug-Christusse und Trug-Propheten erheben, und sie werden große Zeichen und Wunder geben, um, wenn möglich, auch die Auserwählten irrezuführen. 25 Siehe, ich habe es euch vorhergesagt. 26 Wenn man euch nun sagt: „Siehe, er ist in der Wüste.“, so gehet nicht hinaus. „Siehe, in den Kammern.“, so glaubet es nicht. 27 Denn gleichwie der Blitz vom Osten ausgeht und bis zum Westen scheint, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein. 28 Denn wo das Aas ist, da werden die Adler versammelt werden.
29 Sogleich aber nach der Bedrängnis jener Tage wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Mächte der Himmel werden erschüttert werden. 30 Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes im Himmel erscheinen; und dann werden alle Stämme der Erde wehklagen, und sie werden den Menschensohn auf den Wolken des Himmels kommen sehen mit großer Macht und Herrlichkeit. 31 Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden her, vom einen Ende der Himmel bis zu ihrem anderen Ende.
32 Vom Feigenbaum aber lernet das Gleichnis: Wann sein Zweig schon Saft führt und die Blätter hervortreibt, so erkennt ihr, dass der Sommer nahe ist. 33 So auch ihr: Wann ihr dies alles seht, erkennet, dass es nahe an den Türen ist.
34 Amen, ich sage euch: Dieses Geschlecht wird keineswegs vergehen, bis alles dies geschehen ist. 35 Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber werden keineswegs vergehen. (Mt 24, 3-35)*

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* Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.