Evangelium nach Johannes. Kapitel 10: 17 Deshalb liebt mich der Vater, weil ich meine Seele einsetze, damit ich sie wiederum empfange. 18 Keiner nimmt sie von mir, sondern ich setze sie von mir aus ein. Ich habe Vollmacht, sie einzusetzen, und ich habe Vollmacht, sie wiederum zu empfangen. Dieses Gebot habe ich von meinem Vater empfangen. 19 Es entstand nun wiederum eine Spaltung unter den Juden wegen dieser Worte. 20 Viele von ihnen sagten: Er hat einen Dämon und ist verrückt. Was hört ihr auf ihn? 21 Andere sagten: Dies sind nicht die Worte eines Besessenen. Kann ‹denn› ein Dämon die Augen der Blinden öffnen? 22 Es fand aber das Tempelweihfest in Jerusalem statt ‒ es war Winter ‒, 23 und Jesus ging im Heiligtum umher, in der Säulenhalle Solomons. 24 Die Juden umringten ihn nun und sprachen zu ihm: Bis wann hältst du unsere Seele hin? Wenn du der Christus bist, so sage ‹es› uns frei heraus. 25 Jesus antwortete ihnen: Ich habe ‹es› euch gesagt, doch ihr glaubt nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters tue, diese zeugen von mir; 26 aber ihr glaubt nicht; denn ihr seid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe. 27 Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir; 28 und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden keineswegs zugrunde gehen auf ewig, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.
(Joh 10, 17-28)*
* Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.