Evangelium nach Johannes. Kapitel 7: 14 Als aber schon die Mitte des Festes gekommen war, ging Jesus hinauf in das Heiligtum und lehrte. 15 Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kennt dieser die Schriften, wo er sie doch nicht gelernt hat? 16 Jesus antwortete ihnen nun und sprach: Meine Lehre ist nicht meine, sondern dessen, der mich gesandt hat. 17 Wenn jemand dessen Willen tun will, so wird er von der Lehre erkennen, ob sie aus Gott ist, oder ob ich von mir selbst aus rede. 18 Wer von sich selbst aus redet, der sucht seine eigene Verherrlichung; wer aber die Verherrlichung dessen sucht, der ihn gesandt hat, dieser ist wahrhaftig, und Ungerechtigkeit ist nicht in ihm. 19 Hat nicht Moses euch das Gesetz gegeben? Und keiner von euch tut das Gesetz. Was sucht ihr mich zu töten? 20 Die Volksmenge antwortete und sprach: Du hast einen Dämon: Wer sucht dich zu töten? 21 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ein Werk habe ich getan, und ihr alle verwundert euch deswegen. 22 Moses gab euch die Beschneidung – nicht dass sie von Moses sei, sondern von den Vätern –, und am Sabbat beschneidet ihr einen Menschen. 23 Wenn ein Mensch am Sabbat die Beschneidung empfängt, damit das Gesetz des Moses nicht aufgehoben wird, zürnt ihr mir etwa, dass ich einen ganzen Menschen am Sabbat gesund gemacht habe? 24 Richtet nicht nach dem Augenschein, sondern richtet ein gerechtes Gericht. 25 Sagten nun einige von den Bewohnern Jerusalems: Ist das nicht der, den sie zu töten suchen? 26 Und siehe, er redet in der Öffentlichkeit, und sie sagen ihm nichts. Haben etwa die Vorsteher wahrhaftig erkannt, dass dieser wahrhaftig der Christus ist? 27 Diesen jedoch kennen wir, woher er ist. Der Christus aber, wann er kommt: keiner erkennt, woher er ist. 28 Jesus nun rief, als er im Heiligtum lehrte und redete: Ihr kennt mich und wisst auch, woher ich bin; und doch bin ich nicht <von mir selbst aus> gekommen, sondern der, welcher mich gesandt hat, ist wahrhaftig, den ihr nicht kennt. 29 Ich kenne ihn, weil ich von ihm her bin und jener mich gesandt hat. 30 Sie suchten nun, ihn zu ergreifen, aber keiner legte die Hand an ihn; denn seine Stunde war noch nicht gekommen. (Joh 7, 14-30)*

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* Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.