Heilige:Hl. Großmärtyrer PROKOPIOS von Caesarea in Palästina † 303; Hl. Märtyrerin THEODOSIA, Mutter des Großmärtyrers Prokopios † im 4. Jahrhundert; Hll. Märtyrer und uneigennützige Ärzte EPICTET und ASTION † 290; Hl. PROKOPIOS von Lübeck, Narr in Christo, Wundertäter von Ustjug † 1303; Ehrw. THEOPHIL der Myronspender vom Kloster Pantokrator auf dem Berg Athos † 1548; Hl. Hiero-Neumärtyrer ANASTASIOS in Konstantinopel † 1743; Hll. Hiero-Neumärtyrer ALEXANDER, THEODOR und NIKOLAUS † 1918. Westliche Heilige: Hl. Hieromärtyrer AUSPICIUS, Bischof zu Trier † im 2. Jahrhundert; Ehrw. DISIBOD, Mönch, Gründer des Klosters Disibodenberg an der Nahe, † 674; Hl. Hieromärtyrer KILIAN mit seinen Gefährten im Martyrium KOLONAT und TOTNAN † 689; Ehrw. LANDRADA, Gründerin und erste Äbtissin des Klosters Münster-Bilsen † 690; Hl. Jungfrau und Märtyrerin SUNNIVA von Selje (von Bergen) und ihrer Gefährten † im 10. Jahrhundert. Ikonen der Gottesgebärerin:Erscheinung der Ikone der Allheiligen Gottesgebärerin von Kazan; Zeichen der Gottesmutterikone "Verkündigung" in Ustjug (1290); Verehrte Kopien der Gottesmutterikone von Kazan in Moskau (1612), St. Peterburg (1721); Gottesmutterikonen von Jaroslawl (1588), Wjasniki (1624), Nischnij Lomow (1643), Tobolsk (1661), Kaplunowka (1689), Tambow (1695), Wysotschinowka (18. Jahrhundert), Wyschenskij Kloster (1812), Jakobstadt (17. Jahrhundert).
Lesungen aus der Heiligen Schrift
Lesung des Tages. Zum Orthros (Sechstes Auferstehungsevangelium): Lk 24,36-53; zur Liturgie: Röm 12,6-14; Mt 9,1-8. Lesung des Narren um Christi willen. Zur Liturgie: Gal 5,22 - 6,2 ( Stelle lesen: Gal 5,22 bis Gal 6,2 ); Mt 11,27-30 .
Ton 5. Tropar des Sonntags. Den Logos ohne Anfang mit dem Vater und dem Geiste, / der aus der Jungfrau geboren uns zum Heile, / lasst uns besingen und anbeten, ihr Gläubigen. / Denn es gefiel ihm, im Fleische das Kreuz zu besteigen / und den Tod zu erleiden / und aufzuerwecken die Toten // in seiner glorreichen Auferstehung.
Ton 5. Kondak des Sonntags. Zum Hades bist du hinabgestiegen, mein Erretter, / und hast die Tore als Allmächtiger zertrümmert / und die Verstorbenen mitauferstehen lassen als Schöpfer; / den Stachel des Todes hast du, o Christus, zerbrochen / und den Adam erlöst vom Fluche, / Menschenliebender, weswegen wir alle // dir rufen: Errette uns, o Herr.
Ton 4. Tropar der Ikone. Barmherzige Helferin, Mutter des höchsten Gottes, * für alle flehst du zu deinem Sohne Christus, unserem Gott. * Allen öffnest du die Erlösung, * die unter deinen mächtigen Schutz eilen. * Bewahre uns, Gebieterin und Königin, * die wir in Not, Versuchung und vielen Leiden sind. * Uns belasten unzählige Sünden. * Wir stehen vor dir und flehen * mit gerührter Seele und zerknirschtem Herzen, * vergießen Tränen vor deinem allreinen Bilde, * und hoffen unbeirrt auf deine Hilfe, auf die Erlösung von allem Leid. * Schenke das Nützliche und errette alle, Gottesgebärerin, Jungfrau, * du heiliger Schutz deiner Diener.
Ton 8. Kondak der Ikone. Kommt, ihr Völker, zum stillen und guten Hafen, zur eilenden Helferin, der bereiten und liebenden Rettung, unter den Schutz der Jungfrau. Eilen wollen wir zum Beten und uns mühen in wahrer Reue. * Die allreine Gottesgebärerin lässt allen unsägliche Gnade widerfahren, naht zur Hilfe und befreit aus aller Not und Pein ihre treuen und gottesfürchtigen Diener.
Hochpreisung der Ikone. Wir preisen dich, wir preisen dich, allheilige Jungfrau, Mutter Christi, unseres Gottes, und verehren deinen hochherrlichen Schutz.
Ton 4. Tropar des Großmärtyrers. Dein Märtyrer Prokopius, Herr, / hat in seinem Leidenskampf den Kranz der Unvergänglichkeit erworben von dir, unserem Gott. / Denn da er deine Kraft erhielt, / stürzte er die Tyrannen und zerknirschte den kraftlosen Übermut der Dämonen. // Auf seine flehentlichen Bitten, Christus Gott, errette unsere Seelen.
Ton 2. Kondak des Großmärtyrers. (nach: Nach dem, was oben ist, strebend) In göttlicher Nacheiferung Christi entbrannt / und durch die Kraft des Kreuzes behütet, / hast du das Schnauben und den Übermut der Feinde zunichte gemacht, Prokopius, / die ehrwürdige Kirche erhöht, im Glauben Fortschritte gemacht // und uns erleuchtet.
Ton 4. Kondak des Großmärtyrers. Einfältig warst du um Christi willen, deshalb durcheiltest du auf den Händen der En-gel alle Prüfungen auf dem Wege in die Himmel und gelangtest unverletzt vor den Thron des Höchsten. Vom König aller Könige, von Christus, dem Gott, empfingst du die Gnadengabe der Heilungen. Durch deine vielen Wunder und furchtbaren Zeichen erstauntest du deine Stadt Ustjug. Deinem Volke erflehtest du Gnade und Myron von der ehrwürdigen Ikone der allheiligen Gottesgebärerin. Heilung spendetest du den Leidenden. Deshalb bitten wir dich, wunderspendender Prokopius, Flehe ohne Unter-lass zu Christus, Gott, dass er uns vergebe unsere Sünden.
Hochpreisung des Großmärtyrers. Wir preisen dich, wir preisen dich, heiliger und gerechter Prokopius, und ehren dein heiliges Andenken, denn du betest für uns zu Christus, unserem Gott.
Hl. Kilian, Erleuchter der Franken und seine Gefährten Kolonat und Totnan Zum Gottesdienst
Ton 3. Tropar der Heiligen. In Freuden wir hẹute euer gedenken, * die ihr uns gebracht die Botschaft vom Heile, * Kilian, unser Vạter unter den Heiligen, * Kolonat und Totnan, ihr seine getreuen Helfer; * bittet Christus, dass er uns schenke das große Erbarmen.
Gerechter Prokopius, Narr um Christi willen, Wundertäter von Ustjug Zum Gottesdienst
Ton 4. Tropar des Narren um Christi willen. Erleuchtet wurdest du von der göttlichen Gnade, auf Gott Sinnender, / und hast unbeugsam den ganzen Verstand und das Herz von dieser nichtigen Welt zum Schöpfer gerichtet; / in Besonnenheit und großer Geduld hast du im zeitlichen Leben den Lauf gut vollendet / und den Glauben unbefleckt bewahrt. / Deshalb auch zeigte sich nach dem Tode die Herrlichkeit deines Lebens: / denn du lässest hervorquellen den unerschöpflichen Quell der Wunder / denen, die im Glauben zu deinem heiligen Grabe eilen, allseliger Prokopij, // bitte Christus Gott, dass er errette unsere Seelen.
Ton 4. Kondak des Narren um Christi willen. Durch das Narrentum um Christi willen / hast du die seelischen Zollstätten auf den Händen der Engel unangetastet durchschritten / und bist am königlichen Throne angelangt, / hast von Christus Gott, dem König aller, / als Gabe die Gnade der Heilungen empfangen; / denn mit deinen vielen Wundern und dem furchterregenden Zeichen / hast du deine Stadt, das Große Ustjug, in Erstaunen versetzt. / Deinem Volk erbatest du Erbarmen, / hast durch Gebete vom ehrwürdigen Abbild der allheiligen Gottesgebärerin Myron hervorgebracht / und den Kranken Heilungen gewährt. / Deshalb bitten wir dich, wundertätiger Prokopij, / lege unaufhörlich Fürbitte ein bei Christus Gott, // dass er gewähre Verzeihung unserer Sünden.
Der Prolog von Ochrid
Predigten und Artikel zu den Lesungen
Predigt zum 6. Herrentag nach Pfingsten / Hll. Apostel Petrus und Paulus (Röm. 12:6-14; 2 Kor. 11:21-12:9; Mt. 9:1-8; Mt. 16:13-19) (12.07.2026)
Liebe Brüder und Schwestern,
es ist eine komplexe, vielschichtige Welt, in der Christus Seine Zeichen wirkt und Sein Wort verkündigt. Gerade eben baten Ihn die Bewohner von Gadara, ihr Gebiet doch möglichst schnell zu verlassen, nachdem Er zwei gemeingefährliche Besessene geheilt hatte; hier, in Seiner Stadt (s. Mt. 9:1) warteten die Menschen sehnlichst auf Seine Rückkehr. Aber auch ihre Erwartungshaltung zeugt nicht unbedingt von Reinheit des Herzens und... Weiterlesen.
Der Gelähmte und seine vier Freunde(Mt. 9,1-8)
Der Gelähmte und seine vier Freunde(Mt. 9,1-8)
„So sollte auch unser Gebet sein. Wir sollten für uns einstehen und gegenseitig für uns bitten. Es reicht nicht aus, vor Gott zu stehen und Ihn darum zu bitten, dass Er für Menschen das tun möge, was wir eigentlich in Seinem Namen tun sollten. Es reicht nicht aus, Gott dort um Hilfe anzurufen, wo Er zu uns sagen könnte: Geh du... Weiterlesen.
Predigt zum 6. Herrentag nach Pfingsten (Röm. 12:6-14; Mt. 9:1-8) (13.07.2025)
Liebe Brüder und Schwestern,
der Herr kommt wieder einmal in „Seine“ Stadt Kafarnaum, also in die Stadt, in der Er während jener dreieinhalb Jahre Seiner irdischen Mission Sein Domizil bezogen hatte. Er und Sein Gefolge kehrten immer wieder in diese Stadt zurück und zogen danach wieder von da in die Lande weiter. Von meinen Pilgerfahrten ins Heilige Land weiß ich, dass es nur drei „heilige Städte“ für uns... Weiterlesen.
Predigt zum 6. Sonntag nach Pfingsten über die Heilung des Gelähmten (Röm 12,6-14; Mt 9,1-8), 20.07.2025
Liebe Brüder und Schwestern,
die Lesung aus dem Matthäus-Evangelium, die wir heute, am sechsten Sonntag nach Pfingsten, über die Heilung des Gelähmten gehört hatten, dürfte uns sehr bekannt vorkommen. Richtig, in der Großen Fastenzeit, am zweiten Sonntag, berichtet der Evangelist Markus etwas ausführlicher darüber, wie die vier Freunde des Gelähmten das Dach des Hauses abdecken, um dessen Bahre an der Menschenmenge vorbei in das Haus herunterzulassen. Christus zeigt seine... Weiterlesen.
Predigt zum 6. Herrentag nach Pfingsten (Röm. 12:6-14; Mt. 9:1-8) (28.07.2024)
Liebe Brüder und Schwestern,
heute behandeln wir die Erzählung von der Heilung des Gelähmten von Kafarnaum, dieses Mal nach der Version des heiligen Evangelisten Matthäus (am zweiten Herrentag der Großen Fastenzeit wird jedes Jahr die Parallelstelle aus dem Markusevangelium vorgetragen). Der Herr zeigt Seinen Widersachern, dass Er über die göttliche Vollmacht verfügt, den Menschen ihre Sünden zu vergeben, und unterstreicht dies dadurch, dass Er den Gelähmten, dem Er... Weiterlesen.
Predigt zum sechsten Herrentag nach Pfingsten (Röm. 12:6-14; Mt. 9:1-8) (16.07.2023)
Liebe Brüder und Schwestern,
nach der Austreibung der Dämonen aus den beiden Besessenen von Gadara, von der die Lesung der letzten Woche handelte, kommt unser Herr wieder zurück in Seine Stadt. Die Erzählung von der Heilung des Gelähmten von Kafarnaum schließt sich (bei Matthäus) nahtlos an die vorgehende an und hat wie so oft in den Lesungen aus dem Evangelien am Herrentag den Glauben der Menschen zum Thema.... Weiterlesen.
Predigt zum sechsten Herrentag nach Pfingsten (Röm. 12:6-14; Mt. 9:1-8) (16.07.2023)
Liebe Brüder und Schwestern,
nach der Austreibung der Dämonen aus den beiden Besessenen von Gadara, von der die Lesung der letzten Woche handelte, kommt unser Herr wieder zurück in Seine Stadt. Die Erzählung von der Heilung des Gelähmten von Kafarnaum schließt sich (bei Matthäus) nahtlos an die vorgehende an und hat wie so oft in den Lesungen aus dem Evangelien am Herrentag den Glauben der Menschen zum Thema.... Weiterlesen.
Predigt zum 6. Herrentag nach Pfingsten (Röm. 7:6-14; Mt. 9:1-8)(01.08.2021)
Liebe Brüder und Schwestern, wieder einmal lesen wir heute über die wundersame Heilung des Gelähmten vonKafarnaum, den vier seiner Freunde auf einer Tragbahre dem Herrn zu Füßenlegen. Bei Matthäus wird dieses Ereignis, das wir ja zur Genüge kennen, etwasknapper geschildert als bei Markus und Lukas. Details sind aber zweitrangig,denn es geht uns um das Wesentliche: „Als Jesus ihren Glauben sah, sagte Erzu dem Gelähmten: ́Hab ... Weiterlesen.
Mt 9,1-8 (28.07.2019)
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn,
das heutige Evangelium (Mt 9,1-8) schließt an die Lesung der letzten Woche an und führt uns die Vollmacht Jesu Christi noch weiter vor Augen. In der Abfolge der Ereignisse stand zu Beginn die Stillung des Sturms – das Bändigen der Naturgewalten. (8,23-27) Dem folgte die Stillung der Dämonen, welche Christus aus den Besessenen Gadarenern austrieb. (8.28-34) Nachdem nun die Welt in andächtiger Stille... Weiterlesen.
Predigt zum 6. Herrentag nach Pfingsten (Röm. 12:6-14; Mt. 9:1-8) (28.07.2019)
Liebe Brüder und Schwestern,
wieder werden wir mit der Heilung des Gelähmten in Kafarnaum konfrontiert, dem unser Herr nicht nur vor allen Anwesenden die Gesundheit schenkt, sondern – mehr noch – die Vergebung seiner Sünden gewährt. Aus dem Textzusammenhang geht eindeutig hervor, dass hier die körperliche Gesundheit stellvertretend für das irdische Wohl und die Vergebung der Sünden für das Seelenheil steht. Der Herr lässt keinen Zweifel daran, welches... Weiterlesen.
Predigt zum 6. Herrentag nach Pfingsten (Röm. 12:6-14; Mt. 9:1-8) (08.07.2018)
Liebe Brüder und Schwestern,
zweimal im Jahr begegnen wir dem Gelähmten von Kapernaum, dem der Herr zunächst die Sünden erlässt und ihn dann von seinem körperlichen Leid erlöst. Da wohl anzunehmen ist, dass es sich bei dem Gelähmten um einen relativ jungen Mann handelt, möchte ich das heutige Predigtwort heute ganz besonders an die jungen Zuhörer richten. Für die These, dass es sich hier um einen jungen Mann... Weiterlesen.
Predigt zum 6. Herrentag nach Pfingsten / Hll. Apostel Petrus und Paulus (Röm. 12 6-14; 2. Kor. 11: 21 – 12: 9; Mt. 9: 1-8; 16: 13-19) (12.07.2015)
Liebe Brüder und Schwestern,
wie in der vorangegangenen Sonntagslesung von den beiden Besessenen von Gergasa ist auch heute - den Gelähmten von Kafarnaum anlangend - die Rede von einem kausalen Zusammenhang zwischen Sünde und Krankheit. Wenn es im Falle der Besessenen noch Auslegungssache des Betrachters war, inwieweit die Missachtung der göttlichen Gebote zur Krankheit der Seele geführt hatte, deuten die Aussagen des Herrn bei der Heilung des Gelähmten expressis... Weiterlesen.
Predigt zum 6. Sonntag nach Pfingsten (15.07.2012) (Röm 12, 6-14. Mt 9, 1-8)
Liebe Brüder und Schwestern,
heute berichtet uns die Heilige Schrift (Mt. 9: 1-8) davon, wie unser Herr Jesus Christus den See überquert und in „Seine Stadt“ (9: 1) kommt. Gemeint ist damit Kafarnaum – die Stadt, in der der Herr wohnte, bevor Er der Welt erschienen war und von der Er mit Seinen Jüngern zu Seinen Predigten aufbrach. Hier wird ein Gelähmter auf einer Tragbahre zu Ihm gebracht. Es... Weiterlesen.
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* Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
**Tropare und Kondake gesungen von der Familie Brang, DOM e. V.