Predigten und Artikel zu den Lesungen
Predigt zum 24. Sonntag nach Pfingsten über die Nächstenliebe und die Liebe zu Gott (Lk 10, 25-37), 23.11.2025
Liebe Brüder und Schwestern,
im heutigen Evangelium erfahren wir, was wir tun müssen, um das ewige Leben zu ererben. Die Antwort darauf gibt uns der Jüngling:
„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben aus deinem ganzen Herzen und aus deiner ganzen Seele und aus deiner ganzen Kraft und aus deinem ganzen Verstande und deinen Nächsten wie dich selbst.“
Nun, wenn wir das Ganze rückwärts lesen, dann kommen wir der...
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Predigt zum 24. Herrentag nach Pfingsten (Eph. 2:14-22; Lk. 10:25-37) (23.11.2025)
Liebe Brüder und Schwestern,
die heutige Lesung aus dem Evangelium nach Lukas ist eine perfekte Anweisung für Neulinge beim Beichten bzw. für solche, die auch nach vielen Jahren „nicht recht wissen, was sie zu beichten hätten“. Der Herr bestätigt im Gespräch mit einem Gesetzeslehrer, dass das erste Gebot im Gesetz (vgl. Mt. 22:36-38) zum Leben führt. Bei Lukas heißt es im Wortlaut: „Du sollst den Herrn, deinen...
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Predigt zum 22. Herrentag nach Pfingsten (Gal. 6:11-18; Lk. 8:26-39) (09.11.2025)
Liebe Brüder und Schwestern,
die Erzählung von der Heilung des Besessenen von Gerasa, die wir heute gemäß der Version des heiligen Lukas hörten, hat aufgrund der dort festgehaltenen Tatsachen und Umstände viel Aussagekraft. Wollen wir nun gemeinsam versuchen, diese nicht auf Anhieb verständlichen Tatbestände bzw. die sich aus ihnen ergebenden Rätsel aufzulösen.
Der Herr kommt in das Land der Gadarener. Ihm läuft einen ganze Legion von Dämonen,...
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Predigt zum 15. Herrentag nach Pfingsten / Hochfest der Geburt der Allerheiligsten Theotokos / vor Kreuzerhöhung (Gal. 6:11-18; 2 Kor. 4:6-15; Phil. 2:5-11; Joh. 3:13-17; Mt. 22:35-46; Lk. 10:38-42; 11:27-28) (21.09.2025)
Liebe Brüder und Schwestern,
das noch junge Kirchenjahr beschert uns gleich das Hochfest der Geburt der Mutter unseres Herrn, dazu den liturgischen Vorausblick auf das nächste große Ereignis im Kirchenjahr – das Hochfest der Kreuzerhöhung, und schließlich wird uns an diesem Herrentag die übliche Lesung aus dem Evangelium angeboten. Darin wird berichtet, wie der Herr ständig von Seinen Widersachern angegangen wird, und zwar zu einem Zeitpunkt, als der...
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Predigt zum 22. Herrentag nach Pfingsten (Gal. 6:11-18; Lk. 10:25-37) (24.11.2024)
Liebe Brüder und Schwestern,
der Dialog unseres Herrn mit einem Gesetzeslehrer ist ein weiteres Beispiel für die zwielichtige Erscheinung der Feinde Christi. Sie alle haben eines gemeinsam: sie kennen das Gesetz Gottes aus dem Effeff und meinen, damit allen anderen in der virtuell theokratischen Gesellschaft Israels, tatsächlich jedoch viel mehr in der mondänen Kultur der griechisch-römischen Welt überlegen zu sein. Ihre Gelehrtheit war unter der in religiösen Belangen...
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Predigt zum 15. Herrentag nach Pfingsten / vor Kreuzerhöhung (Gal. 6:11-18; Joh. 3:13-17) (22.09.2024)
Liebe Brüder und Schwestern,
die beiden für den Herrentag vor der Weltweiten Erhöhung des Kostbaren und Lebenspendenden Kreuzes des Herrn vorgesehenen neutestamentlichen Lesungen deuten gemeinsam auf das Mysterium unserer Erlösung hin – wenngleich unter verschiedenen Gesichtspunkten. Im Evangelium nach Johannes stellt der Herr zudem die Verbindung zum Alten Testament her. Doch dazu später.
Im Brief an die Galater heißt es: „Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu...
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Predigt zum Fest der Überführung der Reliquien des heiligen Nikolaos (Hebr. 13:17-21; Lk. 6:17-23) (22.05.2024)
Liebe Brüder und Schwestern,
wieder einmal erinnern wir uns an die Überführung der unverdorbenen Gebeine des „Nationalheiligen“ aller orthodoxen Christen von Myra in Lykien nach Bari (1087). Es versetzt nicht nur mich jedes Jahr in Erstaunen, welche Strahlkraft dieser „Universalheilige“, den man in jeder erdenklichen Lage anrufen kann, doch besitzt. Niemand von uns kann objektiv beurteilen, wer von den Heiligen Gott nach seiner geistlichen, seelischen und leiblichen Tugendhaftigkeit...
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Predigt zum Gedenktag des heiligen Nikolaos von Myra in Lykien (Hebr. 13:17-21; Lk. 6:17-23) (19.12.2023)
Liebe Brüder und Schwestern,
kaum ein Heiliger wird von so vielen verschiedenen Völkern verehrt, wie der Erzbischof von Myra, der den Status eines Universal-Nothelfers innehat: er ist der Schutzheilige der Kranken, Reisenden, zu unrecht Verurteilten, der Lernenden, der Heiratswilligen, der Familien, der in Geldsorgen Befindlichen usw. Und wenn man das in den richtigen Zusammenhang zum Evangelium Christi stellt, können unsere Gebete um Beistand in irdischen Dingen durchaus wohlwollend...
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Predigt zum Gedenktag des heiligen Nikolaos von Myra in Lykien (Hebr. 13:17-21; Lk. 6:17-23) (19.12.2023)
Liebe Brüder und Schwestern,
kaum ein Heiliger wird von so vielen verschiedenen Völkern verehrt, wie der Erzbischof von Myra, der den Status eines Universal-Nothelfers innehat: er ist der Schutzheilige der Kranken, Reisenden, zu unrecht Verurteilten, der Lernenden, der Heiratswilligen, der Familien, der in Geldsorgen Befindlichen usw. Und wenn man das in den richtigen Zusammenhang zum Evangelium Christi stellt, können unsere Gebete um Beistand in irdischen Dingen durchaus wohlwollend...
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Predigt zum 25. Herrentag nach Pfingsten (Eph. 4:1-6; Lk. 10:25-37) (26.11.2023)
Liebe Brüder und Schwestern,
die beiden uns heute angebotenen Lesungen sind wie zwei Seiten einer Medaille – sie zeigen uns den Weg des Heils a) durch die vollkommene Einmütigkeit im Glauben innerhalb des Leibes Christi sowie b) durch die tätige Nächstenliebe über jegliche konfessionellen, ethnischen und politischen Grenzen hinweg.
Wenden wir uns zuerst der Lesung aus dem Epheserbrief zu. Der im Gefängnis sitzende Apostel ermahnt die Gemeinde in...
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Predigt zum 16. Herrentag nach Pfingsten, Herrentag vor Kreuzerhöhung (Gal. 6:11-18; 2 Kor. 6:1-10; Joh. 3:13-17; Mt. 25:14-30) (24.09.2023)
Liebe Brüder und Schwestern,
wer kennt nicht das Gleichnis von den Talenten, das wir heute aus dem Evangelium nach Matthäus gehört haben?! Ich kenne es seit den Tagen meiner Kindheit. Ich kann mich sogar erinnern, dass wir das bei der Jahresfeier der evangelischen Jungschar in Eschborn bei Frankfurt, in der meine Geschwister und ich als Orthodoxe damals gerne mitgemacht haben, übertragen auf die Moderne, auf der Bühne gespielt...
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Predigt zum 15. Herrentag nach Pfingsten / Herrentag vor Kreuzerhöhung (Gal. 6:11-18; 2 Kor. 4:6-15; Joh. 3:13-17; Mt. 22:35-46) (25.09.2022)
Liebe Brüder und Schwestern,
im Schlusswort seines Briefes an die Galater (das der Apostel im Original mit eigener Hand geschrieben hat – s. Gal. 6:11) verwendet der heilige Paulus diese einprägsamen Worte über das Kreuz Christi, dessen Erhöhung wir in wenigen Tagen feierlich begehen werden: „Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt....
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Predigt zum 22. Herrentag nach Pfingsten (Gal. 6:11-18; Lk. 8:26-39) (13.11.2022)
Liebe Brüder und Schwestern,
heute lesen wir von der Austreibung der Dämonen aus dem Besessenen in Gerasa im Lande der Gedarener. Jede allegorische Deutung dieses Ereignisses offenbart von neuem, dass das Evangelium fürwahr zeitlos und wahrhaftig ist, und dass es belegt, dass wir alle ausnahmslos vom Sündenfall der Urahnen betroffen sind. Doch das war der Voraussicht Gottes vor allen Zeiten nicht verborgen, Der Seinen „Heilplan B“ hervorholte. Wir...
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Predigt zum 24. Herrentag nach Pfingsten (Eph. 2:14-22; Lk. 10:25-37) (27.11.2022)
Liebe Brüder und Schwestern,
das wohl bekannteste („populärste“) Gleichnis unseres Herrn Jesus Christus hat uns der Evangelist Lukas übermittelt. Wer, so wie ich, das Glück einer Glaubensunterweisung in seiner Kindheit hatte, der erinnert sich wohl sehr gerne an die bildhaften Erzählungen aus der Heiligen Schrift, die gleichermaßen Kinder und Erwachsene, Einfache und Gebildete faszinieren. Den Anlass für das Gleichnis vom barmherzigen Samariter bietet die Frage eines Gesetzeslehrers an...
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Predigt zum 22. Herrentag nach Pfingsten (Gal. 6:11-18; Lk. 8:41-56) (21.11.2021)
Liebe Brüder und Schwestern,
wir erfahren in der heutigen Lesung aus dem Evangelium von zwei Wundern des Herrn, die Er in kürzester zeitlicher Abfolge vollbringt. So heilt der Herr vor der Erweckung der zwölfjährigen Tochter des Synagogenvorstehers eine Frau, die seit zwölf Jahren an Blutfluss gelitten hatte. Obwohl es sich bei dem Doppelwunder nicht um Gleichnisse, sondern um historische Fakten handelt, enthalten auch diese eine tiefe allegorische Symbolik.
Zunächst wäre da...
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Predigt zum 14. Herrentag nach Pfingsten / Herrentag vor Kreuzerhöhung) (Gal. 6:11-18; 2 Kor. 1:21-2:4; Joh. 3:13-17; Mt. 22:1-14) (26.09.2021)
Liebe Brüder und Schwestern,
das Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl folgt beim Evangelisten Matthäus direkt nach dem Gleichnis von den bösen Weingärtnern, über das wir vor einer Woche gesprochen haben. Auch hier ist allegorisch vom Volk Israel die Rede, für welches Gott das Hochzeitsmahl Seines Sohnes exklusiv ausrichten ließ – die Kirche Christi, in der sich Gott und Mensch zu einem Leib vereinigen (s. Eph. 5:21-33). Die geladenen Gäste hatten diese...
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Predigt zum Fest der Beschneidung des Herrn / Gedächtnis des heiligen Basilios des Großen, des Erzbischofs von Caesaraea in Kappadokien (Kol. 2:8-12; Hebr. 7:26-8:2; Lk. 2:20-21; Lk. 6:17-23) (14.01.2021)
Liebe Brüder und Schwestern,
die Lesung aus dem Evangelium zum Fest der Beschneidung Christi ist die kürzeste im ganzen Kirchenjahr: „Die Hirten kehrten zurück, rühmten Gott und priesen Ihn für das, was sie gehört und gesehen hatten; denn alles war so gewesen, wie es ihnen gesagt worden war. Als acht Tage vorüber waren und das Kind beschnitten werden sollte, gab man Ihm den Namen Jesus, den der Engel genannt hatte,...
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Predigt zum Festtag des hl. Nikolaos, des Erzbischofs von Myra in Lykien (Hebr. 13:17-21; Lk. 6:17-23) (19.12.2020)
„Als Beispiel des Glaubens und Vorbild der Sanftmut, als Lehrer der Enthaltsamkeit erwies dich die Wahrheit aller Dinge deiner Herde; deshalb hast du durch Demut Hohes erlangt, das durch Armut reich ist, o Anführer der Hierarchen Nikolaos. Flehe zu Christus, unserem Gott, dass unsere Seelen errettet werden!“ (Troparion des Heiligen)
Liebe Brüder und Schwestern,
die Heiligenverehrung in der Kirche dient dazu, dass wir durch ihr Beispiel beseelt, selbst zu „Heiligen“...
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Predigt zum 25. Herrentag nach Pfingsten (Eph. 4:1-6; Lk. 10:25-37) (29.11.2020)
Liebe Brüder und Schwestern,
ein Gesetzeslehrer, der unserem Herrn wohl schon oftmals zugehört und bestens von Dessen Lehre unterrichtet war, will Ihn auf die Probe stellen, indem er die folgende Frage an Ihn richtet: „Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ (Lk. 10:25). Als ihm der Herr die Gegenfrage stellt: „Was steht im Gesetz? Was liest du dort?“ (10:26), entgegnet dieser: „Du sollst den Herrn, deinen...
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Predigt zum 22. Herrentag nach Pfingsten (Gal. 6:11-18; Lk. 16:19-31) (08.11.2020)
Liebe Brüder und Schwestern,
das Gleichnis vom reichen Mann und vom Bettler Lazarus ist ein passgenaues Spiegelbild der Menschheit: Obwohl jederzeit mehr als genug für alle vorhanden ist, leben einige Wenige in Luxus, während die große Mehrheit Not leidet. Haben also die Gottlosen recht, wenn sie behaupten, das Leid so vieler Menschen lasse „den lieben Gott scheinbar ungerührt“? - Mitnichten. In Gottes Gerechtigkeit wird am Ende alles umgedreht: „Viele...
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Lk 10,25-37_Gal 2,11-18 (10.11.2019_8.Lukassonntag)
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn,
das Evangelium des heutigen Sonntags (Lk 10,25-37) ruft uns das Gleichnis vom barmherzigen Samariter ins Gedächtnis. In diesem Gleichnis führt uns Jesus Christus vor Augen, dass der Weg in das ewige Leben durch zwei Leitplanken gesäumt ist: Die Liebe zu Gott und die Liebe zu unserem Nächsten. (V.25-27) Wie die Leitplanken auf den Autobahnen uns in der Spur halten sollen, so tut dies...
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Predigt zum 23. Herrentag nach Pfingsten (Eph. 2:4-10; Lk. 10:25-37) (24.11.2019)
Liebe Brüder und Schwestern,
heute wird unser Herr Jesus Christus ganz konkret von einem Gesetzeslehrer auf die Probe gestellt: "Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?" (Lk. 10:25). Der Fragesteller kennt die Antwort auf die Frage aller Fragen selbst schon, auch der Herr weiß, dass Sein gesetzeskundiger Gegenüber die Antwort weiß (s. 10:26). In den Parallelstellen bei Matthäus (22:34-40) und Markus (12:28-34) liefert der...
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Predigt zum 22. Herrentag nach Pfingsten (Gal. 6:11-18; Lk. 8:41-56) (17.11.2019)
Liebe Brüder und Schwestern,
Metropolit Anthony (Bloom, + 2004) sprach mit einer Dame, die sich beklagte, da sie unentwegt zu Hause betete, Gott sie aber nicht erhörte. Darauf hin fragte sie der Metropolit: „Wenn sie etwas von einem Mitmenschen wollen, ihn um etwas bitten, - reden dann nur sie oder lassen sie den Gesprächspartner auch etwas sagen?“ - „Na, sicher doch. Ich will ja seine Antwort hören“. -...
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Predigt zum 26. Herrentag nach Pfingsten (Eph. 5:8-19; Lk. 10:25-37) (25.11.2018)
"Hab acht, mein Volk, auf mein Gesetz, neigt euer Ohr zu den Worten meines Mundes.
Öffnen will ich meinen Mund in Gleichnissen, sprechen über die Rätsel des Anfangs."
(Ps. 77:1-2)
Liebe Brüder und Schwestern,
erneut sehen wir uns heute einem Gleichnis gegenüber, das mit allen anderen Gelichnissen des Herrn die Prophezeiung aus dem Buch der Psalmen (s.o.) erfüllt. Gleichnisse eignen sich einfach vorzüglich, um in irdischer Sprache...
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Predigt zum 17. Herrentag nach Pfingsten / Herrentag vor Kreuzerhöhung (Gal. 6:11-18; 2 Kor. 6:16-7:1; Joh. 3:13-17; Mt. 15:21-28) (23.09.2018)
Liebe Brüder und Schwestern,
in der Evangeliumslesung vom 17. Herrentag begegnet der Herr mit Seinen Jüngern im Gebiet von Tyros und Sidon einer kanaanäischen Frau, deren Tochter von einem Dämon geplagt wir - eine kurze Episode, die auf ganz wunderbare Weise allegorisch unsere Beziehung zu Gott darstellt.
Die Not, in die wir uns oft verstricken, ist selbst verschuldet. Die Tochter der heidnischen Frau leidet ja nicht an einer...
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Predigt zum 32. Herrentag nach Pfingsten, Herrentag vor Theophanien, Fest der Beschneidung des Herrn, Gedächtnis des hl. Basilios des Großen (2 Tim. 4:5-8; Kol. 2:8-12; Hebr. 7:26-8:2; Mk. 1:1-8; Lk. 2:20-21, 40-52; Lk. 6:17-23) (14.01.2018 )
Liebe Brüder und Schwestern,
nur drei Feste des Kirchenjahres haben jeweils einen liturgisch erfassten Samstag und einen Sonntag "vor" bzw. "nach" dem eigentlichen Fest: die Kreuzerhöhung, die Geburt und die Taufe Christi, womit schon viel über die Bedeutung dieser Feste gesagt ist. Der Kalender will es heuer aber, dass mit dem heutigen Herrentag vor Theophanien zusätzlich zwei weitere bedeutungsvolle Feste einhergehen - die Beschneidung des Herrn und das...
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Predigt zum 22. Herrentag nach Pfingsten (Gal. 6: 11 - 18; Lk. 16: 19-31) (05.11.2017)
Liebe Brüder und Schwestern,
wieder einmal beschäftigt uns der reiche Mann, der sich in Purpur und feines Leinen kleidete und tagtäglich einem opulenten Lebensstil nachging, während der kranke Bettler namens Lazarus vor seiner Haustür Hunger litt. Dieses Gleichnis ist - wie alle anderen Gleichnisse des Herrn - immer aktuell, drückt es doch die globale Schieflage sowie die soziale Ungleichheit in praktisch jeder existierenden Gesellschaft aus. Sicher spielen hier...
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Predigt zum 3. Herrentag der Großen Fastenzeit - Kreuzverehrung (Hebr. 4: 14 - 5: 6; Mk. 8: 34 - 9: 1) (19.03.2017)
Liebe Brüder und Schwestern,
in der mittleren Fastenwoche verehren wir das kostbare und lebenspendende Kreuz des Herrn. Durch den Kreuztod Christi sind wir von der Knechtschaft des Feindes erlöst worden (s. Hebr. 2: 14-15), weshalb die heute das Kreuz umrandenden Blumen optisch und aromatisch davon künden, dass durch dieses Kreuz das Tor zum Paradies wieder aufgestoßen worden ist. Das Zeichen des Kreuzes steht zunächst jedoch für die Prüfungen, die...
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Predigt zum 22. Herrentag nach Pfingsten (Gal. 6: 11-18; Lk. 8: 41-56) (20.11.2016)
Liebe Brüder und Schwestern,
im abschließenden Absatz seines Briefes an die Galater schreibt der Apostel Paulus: "Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. Denn es kommt nicht darauf an, ob einer beschnitten oder unbeschnitten ist, sondern darauf, dass er neue Schöpfung ist. Friede und Erbarmen komme über alle, die sich von diesem Grundsatz...
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Predigt zum 14. Herrentag nach Pfingsten / Herrentag vor Kreuzerhöhung (Gal. 6: 11-18; 2. Kor. 1: 21 - 2: 4; Joh. 3: 13-17; Mt. 22: 1-14) (25.09.2016)
Liebe Brüder und Schwestern,
in der heutigen Lesung zum Herrentag vor der Kreuzerhöhung sagt der Herr: „(...) Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass Er Seinen einzigen Sohn hingab, damit jeder, der an Ihn glaubt, nicht zugrunde geht, sondern das ewige Leben hat. Denn Gott hat Seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit Er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch Ihn gerettet wird“ (Joh....
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Predigt zum 3. Herrentag der Großen Fastenzeit / Kreuzverehrung (Hebr. 4: 14 – 5: 6; Mk. 8: 34 – 9:1) (03.04.2016)
Liebe Brüder und Schwestern,
mit dem Herrentag der Kreuzverehrung beginnt die mittlere Woche der Großen Fastenzeit. Damit wir in unserem Tun der Selbstläuterung nicht nachlassen, ergehen heute folgende Worte des Herrn an uns: „Wer Mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um Meinetwillen und um...
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Predigt zum Festtag des hl. Nikolaos, des Erzbischofs von Myra in Lykien (Hebr. 13: 17-21; Lk. 6: 17-23) (19.12.2015)
Liebe Brüder und Schwestern,
die Feier des Gedächtnisses des hl. Nikolai ist in der ganzen orthodoxen Welt etwas Besonderes, ist der in Patara (Kleinasien) geborene Erzbischof von Myra in Lykien doch inoffiziell so etwas wie der Nationalheilige gleichermaßen für Russen, Serben, Rumänen, Bulgaren und ein wenig auch für Griechen... Tatsächlich kann man leicht die Bekanntschaft mit dem Regenschirm einer älteren russischen Dame machen, wenn man sich ihr gegenüber...
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Predigt zum 26. Herrentag nach Pfingsten (Eph. 5: 8-19; Lk. 10: 25-37) (29.11.2015)
Liebe Brüder und Schwestern,
ein vermeintlich marginaler Aspekt aus dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter regt bei genauerem Hinsehen zu tiefgründigerem Nachdenken an. Die Frage der Nächstenliebe soll hier anhand nur eines, dafür aber aussagekräftigen Verses eingehend behandelt werden: „Am anderen Morgen holte er zwei Denare hervor, gab sie dem Wirt und sagte: ´Sorge für ihn, und wenn du mehr für ihn brauchst, werde ich es dir bezahlen, wenn...
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Predigt zum 22. Herrentag nach Pfingsten (Gal. 6: 11-18; Lk. 8: 5-15) (01.11.2015)
Liebe Brüder und Schwestern,
das Gleichnis vom Sämann hat mit den anderen Gleichnissen eines gemeinsam: es widerlegt all die, welche glauben, das Seelenheil sei ohne viel Stress und ohne die richtige seelische Voraussetzung quasi im Passiv-Modus zu erwirken. Dieses Gleichnis handelt im Grunde davon, dass es den anstrengenden und anspruchsvollen Weg des ewigen Heils gibt, und den Weg der verlockenden Akkommodation an die zeitliche Welt, welcher aber ins...
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Predigt zum 16. Herrentag nach Pfingsten / Herrentag vor Kreuzerhöhung (2. Kor. 6: 1-10; Gal. 6: 11-18; Mt. 25: 14-30; Joh. 3: 13-17 ) (20.09.2015)
Liebe Brüder und Schwestern,
die oftmals hineininterpretierte Quintessenz des Gleichnisses von den Talenten wird in einem dem Neuen Testament entliehenen Bilderwort ausgedrückt: „Sein Licht nicht unter den Scheffel stellen“ (vgl. Mt. 5: 15; Mk. 4: 21; Lk. 8: 16; 11: 33). Gemeint sind nicht bloß natürliche Begabungen, sondern unterschiedliche innere und äußere Faktoren als Ausgangssituation, die zur Erlangung des Seelenheils genutzt werden sollen. Im Kern handelt das Gleichnis...
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Predigt zum Herrentag der Kreuzverehrung (Hebr. 4: 14 – 5: 6; Mk. 8: 34 – 9: 1) (23.03.2014)
Liebe Brüder und Schwestern,
zur Mitte der Großen Fastenzeit richten sich unsere Blicke auf das Kreuz Christi. Unser Herr hat uns ja die Freiheit von der Knechtschaft der Hölle gebracht, weil wir in Ihm „einen erhabenen Hohepriester haben, Der die Himmel durchschritten hat“ (Hebr. 4: 14). Jetzt dürfen die Befreiten Gebrauch von ihrem Wahlrecht machen: Gut oder Böse, Leben oder Tod, Paradies oder Hölle. Folglich ergeht der...
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Predigt zum Herrntag der Kreuzverehrung (Hebr. 4: 14 – 5: 6; Mk. 8: 34 – 9: 1) und zum Hochfest der Verkündigung der Allheiligen Gottesgebärerin (Hebr. 2: 11-18; Lk. 3: 1-24) (07.04.2013)
Liebe Brüder und Schwestern,
der heutige Tag der Kreuzverehrung ist chronologischer Mittelpunkt und liturgischer Höhepunkt der Großen Fastenzeit. Dieses Jahr fällt dieser Tag zusammen mit dem Hochfest der Verkündigung der Allreinen Gottesgebärerin.
Damit wir in unserem Eifer bei der Vorbereitung auf die Karwoche und das Osterfest nicht nachlassen, ermahnt uns die Kirche durch die Worte des Herrn: „Wer Mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz...
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* Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
**Tropare und Kondake gesungen von der Familie Brang, DOM e. V.