Predigten und Artikel zu den Lesungen
Predigt zum 18. Herrentag nach Pfingsten (2 Kor. 9:6-11; Lk. 6:31-36) (12.10.2025)
Liebe Brüder und Schwestern,
beide heute vorgeschriebenen Lesungen haben die Mildtätigkeit zum Thema. Im zweiten Brief an die Korinther schreibt der Apostel Paulus: „Jeder gebe, wie er sich in seinem Herzen vorgenommen hat, nicht verdrossen und nicht unter Zwang; denn Gott liebt einen fröhlichen Geber“ (2 Kor. 9:7). Und in der Version der Bergpredigt bei Lukas sagt der Herr: „Gib jedem, der dich bittet“ (Lk. 6:30a).
In...
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Predigt zum 18. Sonntag nach Pfingsten über Gerechtigkeit und Barmherzigkeit (Lk 6,31-36), 12.10.2025
Liebe Brüder und Schwestern,
wieder lasen wir ein äußerst prägnantes Evangelium, in dem uns Jesus mitteilt, was wir zu tun und was wir besser zu lassen haben. Es ist ein sehr verdichteter Ausschnitt aus der Bergpredigt. Es geht um Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.
Als Christen sind wir nicht normale Menschen. Denn diese würden erwarten, dass sie etwas von dem zurückbekommen, was sie anderen gegeben haben. Und das zumindest in gleicher...
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Predigt zum 15. Herrentag nach Pfingsten / Hochfest der Geburt der Allerheiligsten Theotokos / vor Kreuzerhöhung (Gal. 6:11-18; 2 Kor. 4:6-15; Phil. 2:5-11; Joh. 3:13-17; Mt. 22:35-46; Lk. 10:38-42; 11:27-28) (21.09.2025)
Liebe Brüder und Schwestern,
das noch junge Kirchenjahr beschert uns gleich das Hochfest der Geburt der Mutter unseres Herrn, dazu den liturgischen Vorausblick auf das nächste große Ereignis im Kirchenjahr – das Hochfest der Kreuzerhöhung, und schließlich wird uns an diesem Herrentag die übliche Lesung aus dem Evangelium angeboten. Darin wird berichtet, wie der Herr ständig von Seinen Widersachern angegangen wird, und zwar zu einem Zeitpunkt, als der...
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Predigt zum 16. Herrentag nach Pfingsten (2 Kor. 6:1-10; Lk. 6:31-36) (13.10.2024)
Liebe Brüder und Schwestern,
in seinem Schreiben an die Korinther wendet sich der heilige Apostel Paulus an die von ihm gegründete Gemeinde mit den Worten: „Als Mitarbeiter Gottes ermahnen wir euch, dass ihr die Gnade nicht vergebens empfangt“ (2 Kor. 6:1). Wer nur ein bisschen Ahnung von unserem Glauben hat, der begreift sofort, was diese Worte bedeuten. Die Gnade vergeblich empfangen ist in etwa so wie die Eintrittskarte...
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Predigt zum 15. Herrentag nach Pfingsten / Gedächtnis aller Heiligen des Deutschen Landes (2 Kor. 4:6-15; Lk. 5:1-11) (06.10.2024)
Liebe Brüder und Schwestern,
erstmals in ihrer Geschichte feiert die Russische Orthodoxe Kirche das Gedächtnis aller Heiligen, die im Deutschen Lande aufgeleuchtet sind. Für mich als in Deutschland aufgewachsenen Russen gibt es jetzt zwei solcher Tage: den Festtag Aller Heiligen des Russischen Landes feiern wir orthodoxe Deutsche seit Jahrzehnten ganz selbstverständlich als unseren Feiertag, ganz wie nun der neue Festtag Aller Heiligen des Deutschen Landes für uns Russen...
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Predigt zum 19. Herrentag nach Pfingsten (2 Kor. 11:31-12:9; Lk. 6:31-36) (15.10.2023)
Liebe Brüder und Schwestern,
der Herr bereitet Seine Jünger auf die Verkündigung des göttlichen Wortes vor. Dabei nimmt Er ihnen jegliche Illusionen: „Seht, Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe: seid daher klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben!“ (Mt. 10:16). Er stellt ihnen in Aussicht, dass sie vielerlei Drangsal zu erdulden haben werden. Die einen Zuhörer werden ihre Verkündigung annehmen, andere wiederum werden...
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Predigt zum 15. Herrentag nach Pfingsten (2 Kor. 4:6-15; Mt. 22:35-46) (17.09.2023)
Liebe Brüder und Schwestern,
heute wollen wir uns mal etwas ausführlicher der Apostellesung zuwenden. Der heilige Apostel Paulus richtet folgende Worte an die Korinther: „Denn Gott, Der sprach: ´Aus Finsternis soll Licht aufleuchten!`, Er ist in unseren Herzen aufgeleuchtet, damit wir erleuchtet werden zur Erkenntnis des göttlichen Glanzes auf dem Antlitz Christi“ (2 Kor. 4:6).
Das geschaffene Licht erstrahlte zu Beginn der Welt, am ersten Tag der Schöpfung...
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Predigt zum 15. Herrentag nach Pfingsten / Herrentag vor Kreuzerhöhung (Gal. 6:11-18; 2 Kor. 4:6-15; Joh. 3:13-17; Mt. 22:35-46) (25.09.2022)
Liebe Brüder und Schwestern,
im Schlusswort seines Briefes an die Galater (das der Apostel im Original mit eigener Hand geschrieben hat – s. Gal. 6:11) verwendet der heilige Paulus diese einprägsamen Worte über das Kreuz Christi, dessen Erhöhung wir in wenigen Tagen feierlich begehen werden: „Ich aber will mich allein des Kreuzes Jesu Christi, unseres Herrn, rühmen, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt....
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Predigt zum 18. Herrentag nach Pfingsten (2 Kor. 9:6-11; Lk. 6:31-36) (16.10.2022)
Liebe Brüder und Schwestern,
heute wird uns wieder der Abschnitt aus dem Evangelium zur Verinnerlichung angeboten, der von der Liebe und Barmherzigkeit auch gegenüber den Feinden handelt. Es ist die theoretische Klimax der Nächstenliebe der dreieinhalbjährigen Mission Christi; die praktische erleben wir am Karfreitag (s. Mt. 27:52; Lk. 23:34). Jesus Christus ist demnach die Gekreuzigte Liebe, die personifizierte Selbstlosigkeit. Er lebte vor, dass göttliche Liebe bedingungslos, allumfassend und...
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Predigt zum 17. Herrentag nach Pfingsten (2 Kor. 6:16-7:1; Lk. 6:31-36) (17.10.2021)
Liebe Brüder und Schwestern,
die für heute im Kirchenkalender angegebenen Lesungen aus dem Apostelbuch und dem Evangelium ergänzen sich einander in perfekter Harmonie. Der Kern unseres Glaubens ist ja das Heil unserer Seele, das sich letztlich in der Auferstehung von den Toten ergibt. Auferstehen wird demnach der Leib, und sich dann wieder mit der unsterblichen Seele vereinigen. Daher leben gegenwärtig die Seelen unserer verstorbenen (entschlafenen) Vorfahren weiter in der Erwartung...
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Predigt zum 15. Herrentag nach Pfingsten / nach Kreuzerhöhung (Gal. 2:16-20; 2 Kor. 4:6-15; Mk. 8:34-9:1; Mt. 22:35-46) (03.10.2021)
Liebe Brüder und Schwestern,
die Frage eines Schriftgelehrten, mit der er unseren Herrn versuchen wollte, impliziert an sich nur eine Antwort im Singular: „Meister, welches ist das höchste Gebot im Gesetz?“ (Mt. 22:36). Nicht, dass der in der Heiligen Schrift kundige Pharisäer am Wissen des Herrn zweifelte oder selbst keine Ahnung hatte, nein, er wollte womöglich ausloten, wo der Herr Seine Präferenzen setzt. Und zunächst erhält er die für einen...
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Predigt zum 19. Herrentag nach Pfingsten (2 Kor 11:31-12:9; Lk. 6:31-36) (18.10.2020)
Liebe Brüder und Schwestern,
zum heutigen Herrentag wird uns nur ein kurzer Abschnitt aus dem Lukas-Evangelium zum Nachsinnen angeboten. Er beginnt mit der allseits als „Goldene Regel“ bezeichneten Formel: „Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen“ (Lk. 6:31, vgl. Mt. 7:12). Diese Regel hat keinen direkten bzw. exklusiven Bezug zum geistlichen Leben – vergleichbare Aussagen finden sich in anderen religiösen Schriften und moralischen Codices. Und...
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Lk 6,31-36 (29.09.2019_2.Lukassontag)
Liebe Brüder und Schwestern im Herrn,
in dem heutigen Evangelium (Lk 6,31-36) begegnet uns Jesus Christus an diesem zweiten Lukassonntag mit den Worten: „Werdet (oder „seid“) barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“ (V. 36) Jesus sprach diese Worte zu seinen Jüngern, während das umstehende Volk zuhörte. Er spricht zu Menschen, welche Fischer waren und welche Christus zu Menschenfischern berufen hatte. Jesus spricht von keiner Theorie, sondern Seine Worte...
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Predigt zum 17. Herrentag nach Pfingsten (2 Kor 6:16-7:1; Lk. 6:31-36) (13.10.2019)
Liebe Brüder und Schwestern,
heute werden wir uns mit einem kurzen Abschnitt aus der Bergpredigt befassen, die ja beim Evangelisten Lukas im Vergleich zum Evangelisten Matthäus viel komprimierter verfasst ist (bei Lukas in einem halben Kapitel, bei Matthäus in drei ganzen). Die Bergpredigt kein bloßes ethisches Regelwerk. Sie ist gewiss zusammen mit den zehn alttestamentlichen Geboten die notwendige Grundlage zur Erlangung der göttlichen Gerechtigkeit, aber bei der Vertiefung...
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Predigt zum 15. Herrentag nach Pfingsten / Herrentag n. Kreuzerhöhung (Gal. 2:16-20; 2 Kor. 4:6-15; Mk. 8:34-9:1; Mt. 22:35-46) (29.09.2019)
Liebe Brüder und Schwestern,
in der Lesung zum Herrentag nach Kreuzerhöhung stellt der Herr die höchsten Ansprüche an alle, die Ihm nachfolgen wollen: „Wer Mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge Mir nach“ (Mk. 8:35). Diese feste Entschlossenheit ist unabdingbar für das ewige Leben, „denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um Meinetwillen und...
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Predigt zum 20. Herrentag nach Pfingsten und zum Fest des Schutzes unserer Allerheiligsten Gebieterin, der Gottesgebärerin und Immerjungfrau Maria (Gal. 1:11-19; Hebr. 9: 1-7; Lk. 6:31-36; Lk. 10: 38-42; 11: 27-28) (14.10.2018)
Liebe Brüder und Schwestern,
die Sonntagslesung aus dem Evangelium nach Lukas scheint zunächst oberflächlich lediglich die goldene Regel auszudrücken, die da besagt: "Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen" (Lk. 6:31). Eine Regel, die nicht die Quintessenz oder gar den Zenit der Lehre des Evangeliums ausdrückt, sondern eher bloß die Grundvoraussetzung für jegliches menschliche Zusammenleben festlegt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass auch die Steinzeitmenschen...
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Predigt zum 15. Herrentag nach Pfingsten (2 Kor. 4:6-15; Mt. 22:35-46) (09.09.2018)
Liebe Brüder und Schwestern,
heute erleben wir wieder wie so oft, dass unser Herr Jesus Christus von einem Seiner zahllosen Kontrahenten aus den Reihen der Pharisäer auf die Probe gestellt wird (s. Mt. 22:35): "Meister, welches Gebot im Gesetz ist das wichtigste?" (22:36). Offensichtlich will der Fragesteller den Herrn zu einer unbedachten Äußerung provozieren, um Ihn dann öffentlich bloßzustellen oder anklagen zu können. Doch der Herr antwortet ohne...
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Predigt zum 19. Herrentag nach Pfingsten (2. Kor. 11: 31 - 12: 9; Lk. 6: 31-36) (15.10.2017)
Liebe Brüder und Schwestern,
im eher systematisch denn chronologisch gegliederten Lukas-Evangelium umfasst die stark verkürzte Version der Bergpredigt (vgl. Mt. Kap. 5-7) gerade ein halbes Kapitel. Schwerpunkte der bei Lukas als "Feldrede" bezeichneten Predigt bilden die Seligpreisungen in Kurzform (Lk. 6: 20- 26) sowie das Wort von der Feindesliebe (Lk. 6: 27-36). Ist also bei beiden Evangelisten von zwei Ereignissen die Rede? Bei Matthäus stieg der Herr auf einen...
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Predigt zum 15. Herrentag nach Pfingsten (2. Kor. 4: 6-15; Mt. 22: 35-46) (13.09.2015)
Liebe Brüder und Schwestern,
heute beobachten wir in der uns angebotenen Lesung, wie ein Gesetzeslehrer von den Pharisäern unseren Herrn auf die Probe stellen will. Zuvor versuchten es die Pharisäer mit der Frage nach der kaiserlichen Steuer (s. Mt. 22: 15-22) und die Sadduzäer mit der Frage nach der Auferstehung der Toten (22: 23-34). Wie später im Laufe der Kirchengeschichte bietet sich hier durch Polemik die Möglichkeit, die...
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Predigt zum 15. Herrentag nach Pfingsten /Herrentag nach Kreuzerhöhung (Gal. 2: 16-20; 2. Kor. 4: 6 - 15; Mk. 8: 34 – 9: 1; Mt. 12: 35-46) (02.10.2016)
Liebe Brüder und Schwestern,
in einer Hinsicht lässt sich die Kreuzerhöhung, deren Nachfest immer noch andauert, nur mit den Hochfesten der Geburt und der Taufe Christi vergleichen: der Samstag und der Sonntag vor bzw. nach Kreuzerhöhung haben ihren festen Platz im Kalender und sind mit dazugehörenden neutestamentlichen Lesungen versehen. Wenn man den Herrentag der Kreuzverehrung in der Mitte der Großen Fastenzeit hinzunimmt, wird deutlich, dass dem Kostbaren und...
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Predigt zum 20. Herrentag nach Pfingsten (Gal. 1: 11-19; Lk. 6: 31-36) (18.10.2015)
Liebe Brüder und Schwestern,
die heutige Lesung aus dem Evangelium zeigt uns in wenigen Worten die ganze Bandbreite des von Gott geforderten moralischen Anforderungsprofils an die Menschen. Es beginnt mit der sog. goldenen Regel: „Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen“ (Lk. 6: 31). Dieses Verhaltensmuster drückt nicht die Spitze der moralischen Vollkommenheit aus, es entstammt auch gar nicht originär der Bibel, sondern gilt als...
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Predigt zum 15. Herrentag nach Pfingsten (2. Kor. 4: 6-15; Mt. 22: 35-46) (13.09.2015)
Liebe Brüder und Schwestern,
heute beobachten wir in der uns angebotenen Lesung, wie ein Gesetzeslehrer von den Pharisäern unseren Herrn auf die Probe stellen will. Zuvor versuchten es die Pharisäer mit der Frage nach der kaiserlichen Steuer (s. Mt. 22: 15-22) und die Sadduzäer mit der Frage nach der Auferstehung der Toten (22: 23-34). Wie später im Laufe der Kirchengeschichte bietet sich hier durch Polemik die Möglichkeit, die...
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* Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
**Tropare und Kondake gesungen von der Familie Brang, DOM e. V.