Sonntag
21. Mai 2017

6. Sonntag nach Ostern, des Blinden. Ton 5.
Kein Fasten

Heilige: Hl. Apostelgleicher Kaiser KONSTANTIN † 337 und seine Mutter HELENA † 327; Hl. KONSTANTIN und seine Kinder MICHAEL und THEODOR, Wundertäter von Murom † im 12. Jahrhundert; Hl. KYRILL, Bischof von Rostov † 1262; Hl. BASILIOS, Bischof von Rjasan † 1295; Hl. Mönch KASSIAN der Grieche von Uglitsch † 1504; Hl. AGAPITOS, Abt von Markuschewo † 1584; Hl. Mönchs-Neumärtyrer PACHOMIOS der Russe † 1730. Westliche Heilige: Hl. Märtyrer SECUNDINUS von Córdoba † um 306; Hl. Märtyrer MANCIO von Évora † im 6. Jahrhundert; Hll. Mönchsmärtyrer von Bèze in Burgund † 888. Ikonen der Gottesgebärerin: Ikone der Allheiligen Gottesgebärerin von Wladimir; Verehrte Kopien der Gottesmutterikone von Wladimir: vom Pleskauer Hohlenkloster ("Rührung"), von Saonikijewo, von Krasnogorsk bzw. Tschernogorsk und von Oranopole.

Lesungen aus der Heiligen Schrift

Lesung des Tages. Zum Orthros (Achtes Auferstehungsevangelium): Joh 20,11-18; zur Liturgie: Apg 16,16-34; Joh 9,1-38.
Lesung der Apostelgleichen. Parimien zur Vesper: 1 Sam 8,22-23.27-31; Jes 61,10 - 62,5; Jes 60,11-16; zur Liturgie: Apg 26,1-5.12-20; Joh 10,1-9.

Gebete

Ton 5. Tropar des Sonntags.
Den Logos ohne Anfang mit dem Vater und dem Geiste, / der aus der Jungfrau geboren uns zum Heile, / lasst uns besingen und anbeten, ihr Gläubigen. / Denn es gefiel ihm, im Fleische das Kreuz zu besteigen / und den Tod zu erleiden / und aufzuerwecken die Toten // in seiner glorreichen Auferstehung.
Ton 5. Kondak des Sonntags.
Zum Hades bist du hinabgestiegen, mein Erretter, / und hast die Tore als Allmächtiger zertrümmert / und die Verstorbenen mitauferstehen lassen als Schöpfer; / den Stachel des Todes hast du, o Christus, zerbrochen / und den Adam erlöst vom Fluche, / Menschenliebender, weswegen wir alle // dir rufen: Errette uns, o Herr.
6. Sonntag nach Ostern. Sonntag des Blinden vigil Zum Gottesdienst
Ton 5. Tropar des Triodions. (der Auferstehungstropar)
Das mit dem Vater und dem Geiste gleichanfanglose Wort, / den aus der Jungfrau zu unserer Errettung Geborenen, / lasset uns in Hymnen hochpreisen und anbeten, ihr Gläubigen; / denn es hat ihm wohlgefallen, / im Fleische ans Kreuz zu steigen, / den Tod zu erdulden // und die Verstorbenen aufzuerwecken in seiner herrlichen Auferstehung.
Ton 8. Kondak des Triodions. (der Kondak von Ostern)
Wenn du auch ins Grab hinabgestiegen bist, Unsterblicher, / so hast du doch die Macht des Hades vernichtet und bist als Sieger auferstanden, Christus Gott, / hast den balsamtragenden Frauen „Freuet euch“ zugerufen und deinen Aposteln Frieden geschenkt, // der du den Gefallenen gewährst die Auferstehung.
Ton 4. Kondak des Triodions. (der Kondak des Blinden, nach: Heut’ bist du erschienen)
An den Augen der Seele erblindet, / komme ich zu dir, o Christus, / wie der von Geburt Blinde / und rufe dir im Umgeisten zu: // Du bist das hellstrahlende Licht derer in Finsternis.
Ton 5. Theotokion des Triodions.
Freue dich, undurchschreitbare Pforte des Herrn. / Freue dich, Mauer und Schutz der zu dir Eilenden. / Freue dich, sturmfreier Hafen und Eheunerfahrene, / die du im Fleische geboren deinen Schöpfer und Gott, / lass nicht ab, Fürbitte einzulegen für ‹alle›, // die in Hymnen den von dir Geborenen hochpreisen und anbeten.
Apostelgleicher Kaiser Konstantin und seine Mutter Helena polyleos Zum Gottesdienst
Ton 8. Tropar der Apostelgleichen.
Da er deines Kreuzes Bild im Himmel sah und wie Paulus den Ruf nicht von Menschen erhielt, / hat dein Apostel unter den Kaisern, o Herr, das Volk deiner Hand anvertraut. // Bewahre es stets in Frieden, auf die Fürbitten der Gottesgebärerin, einzig Menschenliebender.
Ton 3. Kondak der Apostelgleichen. (nach: Heut‘ gebiert die Jungfrau)
Konstantinus offenbart heute mit seiner Mutter Helena das Kreuz, / das allehrwürdige Holz, welches allen Ungläubigen zur Schande gereicht, / allen gläubigen Herrschern aber zur Waffe gegen die Widersacher. / Denn um unseretwillen wurde gezeigt // das große und in Kämpfen schauererregende Zeichen.
Ton 8. Theotokion der Apostelgleichen.
Der du für uns geboren aus der Jungfrau * und die Kreuzigung erduldet, o Guter, * der du im Tode dem Tod entrissen die Beute * und als Gott die Auferstehung gezeigt: * Verachte nicht, die du gebildet mit eigener Hand. * Erweise deine Menschenliebe, Barmherziger. * Nimm an die Gottesgebärerin, die dich gebar, da sie für uns bittet! * Und rette, unser Erretter, das Volk, das der Verzweiflung ist anheim gefallen!

Der Prolog von Ochrid


Predigten und Artikel zu den Lesungen

Predigt zum 6. Herrentag nach Ostern, vom Blindgeborenen (Apg. 16:16-34; Joh. 9:1-38) (09.06.2024)

Liebe Brüder und Schwestern, mit unserem Herrn und Seinen Jüngern begegnen wir heute einem Mann in Jerusalem, der seit seiner Geburt blind gewesen war. Seine Blindheit steht einerseits in einer allegorischen Beziehung zur geistlichen Blindheit all der Völker, die den Heiland zuvor aus Unwissenheit nicht kannten (vgl. Joh. 9:36) und Ihn jetzt nach dem Taufbad vor sich sehen können, da Er mit ihnen spricht (s. 9:7,37). Denn der... Weiterlesen.


Predigt zum 6. Herrentag nach Ostern / vom Blindgeborenen (Apg. 16:16-34; Joh. 9:1-38) (21.05.2023)

Liebe Brüder und Schwestern, heute begehen wir den letzten Herrentag der Osterzeit, feiern wir letztmals die „Auferstehung in der Auferstehungszeit“. An diesem Tag wird uns jedes Jahr die Erzählung von der Heilung des Blindgeborenen am Teich Schiloach zu Gehör gebracht. Und egal wie oft man diese oder andere Perikopen liest oder hört, tun sich immer wieder neue Abgründe der göttlichen Weisheit auf. Der Herr heilt nicht einen Menschen,... Weiterlesen.


Predigt zum 6. Herrentag nach Ostern / vom Blindgeborenen (Apg. 16:16-34; Joh. 9:1-38) (06.06.2021)

Liebe Brüder und Schwestern, am letzten Herrentag der freudigen Osterzeit erzählt uns der heilige Evangelist Johannes der Theologe von der Heilung des von Geburt an Blinden in der Nähe des Teiches Schiloach. Welch ein Gegensatz zu dem 38 Jahre lang Gelähmten am Schaftor, von dessen Heilung wir vor zwei Wochen lasen. Mir drängt sich fast der Verdacht auf, er habe „keinen Menschen“, der ihn „in den Teich bringt, wenn das... Weiterlesen.


Predigt zum 6. Herrentag nach Ostern / Gedächtnis des Blindgeborenen (Apg. 16:16-34; Joh. 9:1-38) (24.05.2020)

Liebe Brüder und Schwestern, ausnahmsweise wollen wir uns heute nicht der liturgischen Lesung aus dem Evangelium zuwenden, sondern derjenigen aus dem Apostel. In der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten wird bekanntlich die ganze Apostelgeschichte gottesdienstlich behandelt, so dass wir am heutigen Tag den Apostel Paulus samt Gefährten nach Mazedonien begleiten dürfen. Durch die äußeren Umstände dieser Missionsreise, die im übrigen zum ersten Mal auf das europäische Festland führt... Weiterlesen.


Predigt zum 6. Herrentag nach Ostern / Gedächtnis des Blindgeborenen (Apg. 16: 16-34; Joh. 9: 1-38) (02.06.2019)

Liebe Brüder und Schwestern, eine jede Lesung aus dem Evangelium birgt in sich eine schier unüberschaubare Menge von verborgenen geistlichen Schätzen, die darauf warten, von uns gehoben zu werden, denn jeder noch so kurze Abschnitt der Frohen Botschaft regt bei Vertiefung in seinen Inhalt zur Kontemplation an, so dass durch die Einbindung in den Zyklus der Herrentage zwischen Ostern und Himmelfahrt bzw. Pfingsten sich weitere neue Betrachtungsweisen für... Weiterlesen.


Predigt zum 6. Herrentag nach Ostern / Gedächtnis des Blindgeborenen (Apg. 16: 16-34; Joh. 9: 1-38) (13.05.2018)

"Ich bin das Licht, das in die Welt gekommen ist, damit jeder, der an Mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibt" (Joh. 12:46) Liebe Brüder und Schwestern, der letzte Herrentag der Osterzeit ist dem Gedächtnis des Blindgeborenen gewidmet, dem der Herr das Augenlicht schenkt. Die heutige Evangeliumslesung lässt einige erhellenden Einblicke in dessen Seelenleben zu. Bemerkenswert ist z.B. die Treue gegenüber dem Wohltäter, obwohl er sich der... Weiterlesen.


Predigt zum 6. Herrentag nach Ostern / Gedächtnis des Blindgeborenen (Apg. 16: 16-34; Joh. 9: 1-38) (21.05.2017)

Liebe Brüder und Schwestern, wieder einmal beschäftigt uns die wechselseitige Wirkung zwischen seelischer und körperlicher Gesundheit. Während die beiden aus den Evangelien bekannten Fälle von wiederaufgerichteten Gelähmten eher auf einen inneren Zusammenhang zwischen Sünde und Krankheit hindeuten (s. Mk. 2: 5-11; Joh. 5: 14), ist dieser bei dem heutigen Blindgeborenen definitiv nicht gegeben (s. Joh. 9: 2-3) und bei den Blinden von Jericho zumindest nicht erkennbar (s. Mt. 20:... Weiterlesen.


Predigt zum 6. Herrentag nach Ostern / Gedächtnis des Blindgeborenen (Apg. 16: 16-34; Joh. 9: 1-38) (05.06.2016)

Liebe Brüder und Schwestern,    am kommenden Mittwoch werden wir zum letzten Mal in diesem Jahr das „XPICTOC ANECTH“ singen, denn an diesem Tag endet das Gedenken an die Erscheinungen des Herrn im Kreise Seiner Jünger im Verlauf von vierzig Tagen (s. Apg. 1: 3) nach Seiner Auferstehung. Der letzte Sonntag der Osterzeit wird aber im Gedenken an die Heilung des Blindgeborenen zu Jerusalem begangen. Die unterschiedliche Ausgangslage und... Weiterlesen.


Predigt zum Herrentag vom Blindgeborenen (Apg. 16: 16-34; Joh: 9: 1-38) (17.05.2015)

Liebe Brüder und Schwestern, auch am sechsten und letzten Sonntag des Nachfestes von Ostern wird uns die individuell ausgerichtete Vorgehensweise des Herrn zur Errettung von uns Sündern beschäftigen. Der Blindgeborene, von dem der heutige Evangeliumstext handelt, erduldet, anders als zuvor der Gelähmte (s. Joh. 5: 14), nach dem Bekunden des Herrn keine Strafe für eigene oder elterliche Vergehen, „sondern das Wirken Gottes soll an ihm offenbar werden“ (Joh.... Weiterlesen.


Predigt zum Sonntag des Blinden (20.05.2012) (Apg 16, 16-34. Joh 9, 1-38)

Christus ist auferstanden! Liebe Brüder und Schwestern, mit der heutigen Evangeliumslesung (Jh. 9: 1-38) endet der Themen-Zyklus des Evangelisten Johannes mit dem Wasser als Symbol für die lebenschaffende Gnade des Heiligen Geistes. Beim Gelähmten am Teich zu Betesda, zu dem fünf Säulenhallen gehörten, war der Zusammenhang zwischen seelischer und körperlicher Krankheit offenkundig: „Jetzt bist du gesund; sündige nicht mehr, damit dir nicht noch Schlimmeres zustößt“ (Jh. 5: 14). Die... Weiterlesen.


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* Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
**Tropare und Kondake gesungen von der Familie Brang, DOM e. V.