Sonntag
16. August 1970

6. Sonntag der Fastenzeit, Palmsonntag. Ton 3.
Einzug des Herrn nach Jerusalem. Übertragung des nicht von Händen gemachten Bildes unseres Herrn Jesus Christus
Große Fastenzeit
Liturgie des hl. Johannes Chrysostomos.

Nachfest der Entschlafung der Gottesgebärerin; Überführung des nicht von Menschenhand geschaffenen BILDNISSES unseres HERRN JESUS CHRISTUS von Edessa nach Konstantinopel (drittes Herrenfest im August). Heilige: Hl. Märtyrer DIOMEDES der Arzt von Tarsus in Kilikien † 298; Hl. CHAREMON von Ägypten † im 4. Jahrhundert; Hl. Märtyrer ALKIBIADES; Hll. 33 Märtyrer von Palästina; Hll. Märtyrer SERAPHIM, DOROTHEOS, JAKOB, DEMETRIOS, BASILIOS und SARANTIS von Megaris † um 362; Gotttragender ROMAN von Đunis (Roman der Sinait) † um 900; Ehrw. JOACHIM von Osogov † 1105 oder 1115; Hl. NILOS, Neffe des Kaisers Theodor Laskaris, der das Gottesmutter-Kloster in Epirus wiederaufbaute † 1334; Hl. Mönchs-Neumärtyrer NIKODEMOS von Meteora † 1551; Gotttragender GERASIMOS der Neue, Asket von Kephalonia † 1579; Gotttragender RAFAEL von Banat † um 1590; Hl. TIMOTHEOS von Chalkedon, Erzbischof von Euripos, Gründer des Klosters Pendeli † 1590; Hl. Neumärtyrer STAMATIOS von Thessalien † 1680; Hl. Neumärtyrer APOSTOLOS in Konstantinopel † 1689; Hl. Märtyrer CONSTANTIN Brâncoveanu und seine Söhne CONSTANTIN, STEFAN, RADU und MATEI † 1714; Hl. MARIA Brâncoveanu, Frau des hl. Märtyrers Constantin Brâncoveanu † 1729; Ehrw. IOSIF von Văratec (Rumänien) † 1828; Hl. Hiero-Neumärtyrer ALEXANDER, hl. Mönchs-Neumärtyrerin ANNA und hl. Neumärtyrer JAKOB † 1937; Gotttragender JOSEF der Hesychast † 1959. Westliche Heilige: Hl. THEODUL, Bischof von Octodurum, fand die Gebeine der hll. Märtyrer der thebäischen Legion und errichtete in Agaunum ihnen zu Ehren eine Basilika † um 400; Hl. SIMPLICIAN, Bischof von Mailand † 400; Hl. ELEUTHERIUS, Bischof von Auxerre † 561. Ikonen der Gottesgebärerin: Fest der Gottesmutterikonen von Theodor (Feodorowskaja) und "Ehre der Allheiligen Gottesgebärerin" (von Port Arthur).

Lesungen aus der Heiligen Schrift

Lesung der Ikone. Zur Liturgie: Kol 1,12-18; Lk 9,51-56; 10,22-24.

Gebete

Ton 3. Tropar des Sonntags.
Freuen soll sich, was ist im Himmel, / jauchzen, was auf Erden. / Denn der Herr hat Macht gewirkt mit seinem Arme. / Im Tode zertrat er den Tod. / Er war der Erstgeborene der Toten, / hat uns entrissen dem Bauch des Hades // und der Welt gewährt das große Erbarmen.
Ton 3. Kondak des Sonntags.
Auferstanden bist du heute aus dem Grabe, Barmherziger, / und hast uns hinausgeführt aus den Pforten des Todes. / Heute tanzt Adam und es freut sich Eva, / die Propheten aber zugleich besingen mit den Patriarchen // unaufhörlich die göttliche Kraft deiner Herrschaft.
Übertragung des nicht von Händen gemachten Bildes unseres Herrn Jesus Christus doxologie Zum Gottesdienst
Ton 2. Tropar der Ikone.
Deiner allreinen Ikone huldigen wir, o Guter, / und erflehen die Verzeihung unserer Verfehlungen, Christus Gott. / Denn aus ‹eigenem› Willen hat es dir wohlgefallen, im Fleisch an das Kreuz hinaufzusteigen, / um ‹alle›, die du geformt, aus der Knechtschaft des Feindes zu erlösen. / Deshalb rufen wir dir dankbar zu: / Mit Freude hast du das All erfüllt, unser Erretter, // da du kamst, zu erretten die Welt.
Ton 2. Kondak der Ikone. (nach: die in Fürbitten, Übersetzungskommission)
Da wir die nicht geschriebene Ikone deiner unsagbaren und göttlichen Heilsordnung / hinsichtlich der Menschen, o unumschreibbares Wort des Vaters, / als gottgeschriebenes Siegesmal deiner untrüglichen Fleischwerdung erkennen, // verehren und küssen wir sie.
Nachfeier der Entschlafung sechs Zum Gottesdienst
Ton 1. Tropar des Fests.
Im Gebären hast du die Jungfräulichkeit bewahrt * und im Entschlafen die Welt nicht verlassen, Gottesgebärerin. * Du bist hinübergegangen zum Leben, * die du selbst bist die Mutter des Lebens, * und erlöst durch deine Bitten * vom Tode unsere Seelen.
Ton 2. Kondak des Fests. (nach: Eigenmelodie)
Die in Fürbitten nicht schlafende Gottesgebärerin / und im Beistand unwandelbare Hoffnung / haben Grab und Sterben nicht bezwungen; / denn als Mutter des Lebens hat sie zum Leben hinüberversetzt, // der ‹ihren› immer-jungfräulichen Schoß zur Wohnstatt nahm.
Palmsonntag Zum Gottesdienst
Ton 1. Tropar des Fests.
Die allgemeine Auferstehung vor deinem Leiden beglaubigend, / hast du den Lazarus von den Toten auferweckt, Christus Gott: / deshalb tragen auch wir, wie die Kinder, die Zeichen des Sieges / und rufen dir, dem Besieger des Todes, zu: / Hosanna in den Höhen, // gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn.
Ton 4. Tropar des Fests. (Anderes Tropar)
Mitbegraben mit dir durch die Taufe, Christus unser Gott, / wurden wir des unsterblichen Lebens gewürdigt durch deine Auferstehung / und rufen ‹dir› Hymnen singend zu: / Hosanna in den Höhen, // gesegnet, der da kommt im Namen des Herrn.
Ton 6. Kondak des Fests.
Auf dem Thron im Himmel, / auf dem Füllen auf Erden getragen, / hast du, Christus Gott, / den Lobpreis der Engel / und den Hymnengesang der Kinder angenommen, / die dir zuriefen: / Gesegnet bist du, der da kommt, // den Adam zurückzurufen.
Hochpreisung des Fests.
Wir hochpreisen Dich, / Lebensspender Christus, / Hosianna in der Höhe rufen auch wir Dir zu: // Gesegnet, der da kommt im Namen des Herren.
Ton 6.
Die zuvor mit Zweigen Hymnen gesungen hatten, / die Unerkenntlichen nahmen später / mit Knüppeln Christus, den Gott, gefangen: / wir aber wollen ihn in unwandelbarem Glauben / immerdar ehren als Wohltäter / und ihm stets zurufen: / Gesegnet bist du, der da kommt, // den Adam zurückzurufen.

Der Prolog von Ochrid


Predigten und Artikel zu den Lesungen

Predigt zum 28. Herrentag nach Pfingsten (Kol. 1:12-18; Lk. 17:12-19) (21.12.2025)

Liebe Brüder und Schwestern, wenn wir der heutigen Erzählung von der Heilung der zehn Aussätzigen allegorisch auf den Grund gehen, können wir den Schluss ziehen, dass Dankbarkeit gegenüber seinem Wohltäter nicht nur eine große Tugend, sondern auch dem Glauben synonym ist. Versetzen wir uns in die Lage der zehn Aussätzigen: ihr Körper verwest während alle übrigen Systeme wie Hirn, Verdauung, Blutkreislauf, Nervensystem etc. funktionieren. Sie sind Ausgestoßene,... Weiterlesen.


Predigt zum 28. Herrentag nach Pfingsten (Kol. 1:12-18; Lk. 13:10-17) (09.12.2018)

Liebe Brüder und Schwestern, woran denken wir beim Lesen von der Heilung der Frau, die seit achtzehn Jahren unter einer Verkrümmung des Rückens litt? Mir fällt spontan einiges ein: dass die achtzehn Jahre Leiden in Gottes Vorsehung einen Sinn hatten, sonst hätte Er es nicht zugelassen... oder, dass den Widersachern des Herrn immer wieder etwas Neues einfällt, um auf Ihm herumzuhacken: mal, dass Er einfach so Sünden vergibt... Weiterlesen.


Predigt zum 28. Herrentag nach Pfingsten (Kol. 1: 12-18; Lk. 17: 12-19) (21.12.2014)

Liebe Brüder und Schwestern, beide heutigen Lesungen haben den Dank des Menschen Gott gegenüber zum Gegenstand. Die Erzählung von der Heilung der zehn Aussätzigen wird ja im Rahmen des Dankgottesdienstes (Moleben) gelesen, wobei besonders bemerkenswert ist, dass der einzig Dankbare ein Samariter war – wohl ein Indiz dafür, dass nicht allein die formale Zugehörigkeit zur Gemeinschaft Gottes ausschlaggebend für die Gewährung der Gnadengaben ist. Ein reines Herz ist... Weiterlesen.


Predigt zum 28. Sonntag nach Pfingsten (Kol. 1: 12-18; Lk. 18: 18-27) (16.12.2012)

Liebe Brüder und Schwestern, am heutigen Sonntag bietet uns der Kirchenkalender folgende Begebenheit aus der Evangeliumslesung zur geistlichen Erbauung an. Einer „der führenden Männer“ (in den Parallelstellen bei Matthäus und Markus ist von einem jungen Mann die Rede) kommt zu unserem Herrn und spricht: „Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ (Lk. 18: 18) - Schon anhand dieser Anrede sind die biblischen Kommentatoren uneins:... Weiterlesen.


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* Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
**Tropare und Kondake gesungen von der Familie Brang, DOM e. V.