Sonntag
30. August 1874

13. Sonntag nach Pfingsten. Ton 4.
Kein Fasten

Heilige: Hll. ALEXANDER † um 337, JOHANNES † 595 und PAUL der Neue † 784, Patriarchen von Konstantinopel; Hll. Märtyrer FELIX, FORTUNATUS, SEPTIMIUS und JANUARIUS † 303; Hl. Hieromärtyrer IRENÄOS, Bischof von Syrmium † 304; Ehrw. BRYAENE von Nisibis † 318; Ehrw. SARMATA vom Paradies (von Ägypten) † um 362; Hl. EULALIOS, Bischof von Caesarea in Kappadokien † im 4. Jahrhundert; Hll. 16 Mönchmärtyrer von Theben; Hll. sechs Märtyrer von Melitene; Hl. PHYLAX; Ehrw. CHRISTOPHOROS der Römer, Einsiedler in Palästina † im 6. Jahrhundert; Ehrw. PHANTINOS von Kalabrien der Wundertäter † 974; Ehrw. ALEXANDER, Abt von Svir † 1533; Hl. ALEXANDER von der Newa (Überführung der Gebeine); Hl. DANIEL, Fürst von Moskau (Erhebung der Gebeine); Synaxis der serbischen Erleuchter und Lehrer: Hll. SABBAS I., SABBAS II., ARSENIOS I., EUSTACHIOS I., JAKOB, NIKODEMOS und DANIEL, Erzbischöfe; Hll. IOANNIKIOS II., EPHRAIM II., SPYRIDON, MAKARIOS, GABRIEL I., Patriarchen; Hl. GREGOR, Bischof.; Hl. VARLAAM, Metropolit von Moldau † 1657; Hl. IOAN von Râșca und Secu, Bischof von Huși und Erzbischof von Roman (Rumänien) † 1685; Hl. Hiero-Neumärtyrer SIMON (Schlejev), Bischof von Ufa † 1921. Westliche Heilige: Ehrw. AGILUS, Schüler des hl. Columban und erster Abt von Rebais † um 650; Ehrw. FIACRIUS, Einsiedlermönch bei Meaux † um 670; Hl. HERIBERT, Erzbischof von Köln (Erhebung der Gebeine).

Lesungen aus der Heiligen Schrift

Lesung des Tages. Zur Liturgie: 1 Kor 16,13-24; Mt 21,33-42.
Lesung des heiligen Fürsten. Parimien zur Vesper: Jes 66,10-14; Jes 61,10 - 62,5; Jes 60,1-14; zur Liturgie: Gal 5,22 - 6,2 ( Stelle lesen: Gal 5,22 bis Gal 6,2 ); Mt 11,27-30.

Gebete

Ton 4. Tropar des Sonntags.
Als die frohe Botschaft von der Auferstehung / vom Engel erfuhren des Herren Jüngerinnen / und abwarfen die Verurteilung aus altem Erbe, / da sprachen sie frohlockend zu den Aposteln: / „Beraubt wurde der Tod, / erstanden ist Christus, unser Gott // und schenkt der Welt das große Erbarmen.“
Ton 4. Kondak des Sonntags.
Mein Erretter und Erlöser / hat auferstehen lassen als Gott vom Grabe / die Erdgeborenen aus den Fesseln, / hat zertrümmert die Pforten des Hades // und ist als Gebieter auferstanden am dritten Tage.
Übertragung der Reliquien des heiligen rechtgläubigen Fürsten Aleksander von der Neva (Nevskij) polyleos Zum Gottesdienst
Ton 4. Tropar des heiligen Fürsten.
Erkenne deine Brüder, / du russischer Joseph, / der nicht in Ägypten, sondern in den Himmeln regiert, / rechtgläubiger Fürst Aleksandr, / und nimm ihre Bitten an, / vergrößere dem Volk die Ernten durch die Fruchtbarkeit deines Landes, / und beschütze die Städte deines Herrschaftsgebiets durch dein Flehen, // und kämpfe zusammen mit den orthodoxen Christen.
Ton 4. Tropar des heiligen Fürsten.
Wie einer frommer Wurzel / kostbarer Spross warst du, seliger Aleksandr. / Christus hat dich ja erwiesen als einen göttlichen Schatz der russländischen Erde, / als neuen Wundertäter, ruhmreich und gottgenehm. / Und heute versammelt zu deinem Gedenken in Glauben und Liebe, / sich freuend in Psalmen und Hymnen, preisen wir Gott, / Der dir gegeben die Gnade der Heilungen. / Ihn bitte zu retten diese Stadt, / und den russländischen Staat, / dass er Gott wohlgefällig sei, / und die Söhne Russlands errettet werden.
Ton 8. Kondak des heiligen Fürsten.
Wir ehren dich wie einen hellstrahlende Stern, / der vom Osten aufging und in den Westen gekommen, / dieses ganze Land mit Wundern und Gutem bereicherst, / und erleuchtest im Glauben, die dein Gedenken wir ehren, Aleksandr, Seliger. / Daher feiern wir heute dein Entschlafen, die wir dein Volk sind: / Bitte zu retten dein Vaterland / und alle, die sich flüchten zum Schrein deiner Gebeine und gläubig dich besingen: / Freue dich, unserer Stadt Befestigung.
Hochpreisung des heiligen Fürsten.
Wir hochpreisen dich, / heiliger rechtgläubiger Großfürst Aleksandr, / Und wir ehren dein heiliges Gedenken, / du aber bittest für uns / Christus, unseren Gott.
Festabschluss der Enthauptung des Vorläufers Johannes ohne Zum Gottesdienst
Ton 2. Tropar der Vorläufers.
Das Gedächtnis eines Gerechten ist mit Lobliedern ‹verbunden›: / dir aber, Vorläufer, wird das Zeugnis des Herrn genügen; / denn du wurdest wahrhaftig als Erhabenster der Propheten erwiesen / und gewürdigt, den Verkündeten in den Fluten zu taufen. / Deshalb hast du für die Wahrheit gekämpft und auch denen im Hades freudig verkündigt den im Fleisch erschienenen Gott, / der da hinwegnimmt die Sünde der Welt // und uns gewährt das große Erbarmen.
Ton 4. Kondak der Vorläufers. (nach: Heut’ bist du erschienen. anderer Übersetzer)
Herodes handelte gesetzlos, o Vorläufer, / und gab der Frau dein ehrwürdiges Haupt; / diesem huldigend, frohlocken wir: / Herodias aber weint und klagt, // auch Herodes und die Tanzende.
Ton 5. Kondak der Vorläufers. (griechisches Kondak)
Des Vorläufers herrliche Enthauptung / ist eine göttliche Heilsordnung gewesen, / damit er auch denen im Hades die Ankunft des Erretters verkündige. / Es klage also Herodias, / da sie sich den gesetzlosen Mord erbat; / denn nicht liebte sie das Gesetz Gottes, / nicht das ewige Leben, // sondern das heuchlerische, vergängliche.
Patriarchen von Konstantinopel Alexandros, Ioannes III. und Pavlos IV ohne Zum Gottesdienst
Ton 4. Tropar der Patriarchen.
Gott unserer Väter, / der du immerdar an uns handelst gemäß deiner Milde, / entziehe uns nicht dein Erbarmen, / sondern auf ihre flehentlichen Bitten // lenke in Frieden unsere Seelen.
Ton 8. Kondak der Patriarchen.
Von der Liebe Christi entflammt und sein Joch, das kostbare Kreuz,

aufnehmend, / seid ihr, Herrliche, als Nachahmer seines Lebens erschienen / und Teilhaber an seiner göttlichen Herrlichkeit geworden, / auf Gott sinnender Alexander, gemeinsam mit dem wunderbaren Johannes und dem herrlichen

Paulus. // Deshalb, da ihr vor seinem Throne steht, leget unaufhörlich Fürbitte ein für unsere Seelen.

Der Prolog von Ochrid


Predigten und Artikel zu den Lesungen

Predigt zum 13. Herrentag nach Pfingsten (1 Kor. 16:13-24; Mt. 21:33-42) (07.09.2025)

Liebe Brüder und Schwestern, das Gleichnis von den bösen Winzern handelt bildhaft vom alten Israel, seiner geistlichen Obrigkeit mitsamt der Volksmassen, denen Gott Sein Erbe anvertraut hatte, damit sie Ihm zu gegebener Zeit Früchte abliefern (vgl. Jes. 5:1-7). Doch sie misshandelten und töteten die Gesandten Gottes – Propheten und Gerechte –, bis Gott Seinen einzigen Sohn zu Ihnen sandte. Es ist aufgrund der sinngemäßen Wiedergabe des Gleichnisses nicht... Weiterlesen.


Predigt zum 13. Herrentag nach Pfingsten (1 Kor. 16:13-24; Mt. 21:33-42) (03.09.2023)

Liebe Brüder und Schwestern, das Gleichnis von den bösen Winzern bedarf, wie es so oft bei den Gleichnissen des Herrn ist, keiner grundsätzlichen Auslegung, denn es ist ersichtlich, dass der Herr Jesus Christus unter den mörderischen und raublustigen Winzern die Hohepriester und Pharisäer meinte, welchen Gott Seinen Weinberg – Israel – anvertraut hatte (s. Mt. 21:45). Und doch wird diese Perikope jedes Jahr in der Kirche vorgetragen und... Weiterlesen.


Predigt zum 13. Herrentag nach Pfingsten und zum Gedenktag der Enthauptung des Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes (1 Kor. 16:13-24; Apg. 13:25-32; Mt. 21:33-42; Mk. 6:14-30) (11.09.2022)

Liebe Brüder und Schwestern, am heutigen Tag gedenken wir der Enthauptung des Propheten, Vorläufers und Täufers des Herrn Johannes. Dieser größte von Frauen Geborene (s. Mt. 11:11; Lk. 7:28) wird gemeinhin auch „Vorläufer der Gnade“ genannt. Für jemanden, in dessen Wertekanon das geistliche Leben keine dominierende Rolle spielt, mag diese in kirchlichen Kreisen gebräuchliche Titulierung abstrakt vorkommen. Dabei bedarf es keiner übermäßiger theologischer Fertigkeiten, um einleuchtend darzustellen, dass... Weiterlesen.


Predigt zum 4. Herrentag nach Pfingsten (1 Kor. 16:13-24; Mt. 21:33-42) (19.09.2021)

Liebe Brüder und Schwestern, nachdem unser Herr Jesus Christus in Jerusalem Einzug gehalten hatte, lehrte Er das Volk ein letztes Mal im Tempel. Wie gewöhnlich nahm Er auch hier kein Blatt vor den Mund, womit die Zuspitzung der Ereignisse, die zur Verurteilung Christi führen sollten, ihren Gang nahm. Seine Feinde hatten da schon längst den Entschluss gefasst, Ihn zur Strecke zu bringen, wussten aber noch nicht wie und bei welcher... Weiterlesen.


Predigt zum 13. Herrentag nach Pfingsten (1 Kor 16:13-24; Mt. 21:33-42) (06.09.2020)

Liebe Brüder und Schwestern, das Gleichnis von den bösen Winzern, das wir heute in der Liturgie gehört haben, ist eine Allegorie, die den Zustand des Alten Israel beschreibt (vgl. Jes. 5:1-7). Gott pflanzt einen Weinberg, übergibt ihn den Winzern, damit sie Ihm zu gegebener Zeit Früchte bringen, und verspricht ihnen einen gerechten Lohn für die geleisteten treuen Dienste. Doch anstatt dessen begehen die Winzer den Frevel wider den... Weiterlesen.


Predigt zum 13. Herrentag nach Pfingsten (1 Kor 16:13-24; Mt. 21:33-42) (15.09.2019)

Liebe Brüder und Schwestern, am Ende seines ersten Briefes an die Korinther schreibt der hl. Apostel Paulus: „Wer den Herrn nicht liebt, sei verflucht! Marána tha - Unser Herr, komm!“ (1 Kor. 16:22). Was für furchteinflößende Worte sind das! Aber da wo Liebe ist, sollte doch keine Verzagtheit und Furcht herrschen (s. 2 Tim. 1:7). Letztere ist aber notwendig, um Grenzen abzustecken, ohne die es im Leben nicht... Weiterlesen.


Predigt zum 13. Herrentag nach Pfingsten / Festabschluss der Verklärung (1. Kor. 16: 13-24; Mt. 21: 33-42) (26.08.2018)

Liebe Brüder und Schwestern, das Gleichnis von den bösen Winzern ist eine abstrakte tiefenpsychologische Abbildung all jener, die Gott berufen hat, um in Seiner Kirche zu dienen, die sich jedoch dieser Verantwortung als unwürdig erwiesen haben. Von allen erwartet der "Besitzer des Weinbergs" (Mt. 21:40), dass sie Ihm entsprechende Ernteerträge abliefern. Ob es nun die geistlichen Führer Israels im Alten Testament oder die Verantwortlichen der neutestamentlichen Kirche Christi... Weiterlesen.


Predigt zum 13. Herrentag nach Pfingsten (1. Kor. 16: 13-24; Mt. 21: 33-42) (03.09.2017)

Liebe Brüder und Schwestern, das Gleichnis von den bösen Winzern stellt auf bildhafte Weise das Vorgehen Gottes zur Rettung der Menschen dar. Nun könnten wir in aller Einmütigkeit feststellen, dass mit den bösen Winzern das Volk Israel gemeint ist, das zu der Zeit, als die Propheten im Namen Gottes kamen, um "Seinen Anteil an den Früchten holen zu lassen" (Mt. 21: 34b), diese Gesandten Gottes misshandelten und umbrachten,... Weiterlesen.


Predigt zum 13. Herrentag nach Pfingsten (1. Kor. 16: 13-24; Mt. 21: 33-42) (18.09.2016)

Liebe Brüder und Schwestern,   das Gleichnis von den bösen Winzern gibt uns die Gelegenheit, uns mit den Gedanken der Menschen (s. Lk. 2: 35) auseinanderzusetzen. Denn schließlich wollen wir heute anhand des Evangeliumstextes ergründen, warum die Winzer zunächst die zu ihnen gesandten Knechte misshandelt und später sogar den Sohn des Weinbergbesitzers umgebracht haben, und – von der Allegorie in die unverschlüsselte Realität gelangend (s. Mt. 18: 45) –... Weiterlesen.


Predigt zum 13. Herrentag nach Pfingsten (1. Kor. 16: 13-24; Mt. 21: 33-42) (30.08.2015)

Liebe Brüder und Schwestern, beim ersten Lesen der Parabel von den bösen Winzern ist offensichtlich, dass unter diesen Verbrechern diejenigen zu verstehen sind, die zuerst die Propheten töten und später Gottes Sohn umbringen. Aber beim zweiten Hinsehen kann man erkennen, dass die primitive Habgier jener Mörder im übertragenen Sinne eine noch größere, über das menschliche Maß hinaus gehende perfide Schärfe besitzt: Die Feinde Christi meinten doch, ein prioritäres,... Weiterlesen.


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* Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.
**Tropare und Kondake gesungen von der Familie Brang, DOM e. V.