Evangelium nach Lukas. Kapitel 6: 37 Und richtet nicht, und ihr werdet keineswegs gerichtet werden; verurteilet nicht, und ihr werdet keineswegs verurteilt werden. Lasset los, und ihr werdet losgelassen werden. 38 Gebet, und es wird euch gegeben werden: ein gutes Maß, gedrückt und gerüttelt und überfließend, wird man in euren Bausch geben; denn mit demselben Maß, mit dem ihr messet, wird euch wiedergemessen werden. 39 Er sagte aber ein Gleichnis zu ihnen: Kann etwa ein Blinder einen Blinden führen? Werden nicht beide in eine Grube hineinfallen? 40 Ein Jünger ist nicht über seinem Lehrer; jeder aber, der völlig ausgebildet ist, wird sein wie sein Lehrer. 41 Was aber siehst du den Splitter, der im Auge deines Bruders ist, den Balken aber, der in deinem eigenen Auge ist, nimmst du nicht wahr? 42 Oder wie kannst du deinem Bruder sagen: Bruder, lass mich den Splitter herausziehen, der in deinem Auge ist, während du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Heuchler, ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge heraus, und dann wirst du durchblicken, um den Splitter herauszuziehen, der in deines Bruders Auge ist. 43 Denn es gibt keinen guten Baum, der faule Frucht bringt, noch einen faulen Baum, der gute Frucht bringt; 44 denn jeder Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt; denn von Dornen sammelt man nicht Feigen, noch erntet man von einem Dornbusch Trauben. 45 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz seines Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz seines Herzens das Böse hervor; denn aus dem Überfluss des Herzens redet sein Mund. (Lk 6, 37-45)*

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* Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.