Evangelium nach Lukas. Kapitel 24: 12 Petrus aber stand auf und lief zur Grabstatt; und als er sich vorbückte, sieht er die Leinentücher allein daliegen, und er ging weg nach Hause, verwundert über das Geschehene.
13 Und siehe, zwei von ihnen gingen am selben Tage zu einem Dorf, das sechzig Stadien von Jerusalem entfernt war, namens Emma’us. 14 Und sie unterhielten sich miteinander über alle diese Ereignisse. 15 Und es geschah: Während sie sich unterhielten und miteinander austauschten, nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen; 16 aber ihre Augen wurden gehalten, so dass sie ihn nicht erkannten. 17 Er sprach aber zu ihnen: Was sind dies für Reden, die ihr beim Gehen miteinander wechselt, und blicket finster einher? 18 Der eine aber, namens Kleopas, antwortete und sprach zu ihm: Bist du der einzige, der in Jerusalem als Besucher weilt und nicht weiß, was in diesen Tagen darin geschehen ist? 19 Und er sprach zu ihnen: Was denn? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesus, dem Nazoräer, der ein Prophet war, mächtig in Werk und Wort vor Gott und dem ganzen Volk; 20 und wie ihn unsere Hohenpriester und Vorsteher zum Todesurteil überlieferten und ihn kreuzigten. 21 Wir aber hofften, dass er es sei, der Israël erlösen werde. Doch mit allem diesem bringt er heute jedenfalls den dritten Tag zu, seitdem dies geschehen ist. 22 Aber auch einige Frauen von uns haben uns außer Fassung gebracht: Als sie frühmorgens bei der Grabstatt waren 23 und seinen Leib nicht fanden, kamen sie und sagten, dass sie sogar eine Erscheinung von Engeln gesehen hätten, die sagten, dass er lebe. 24 Und einige von denen, die mit uns sind, gingen zur Grabstatt und fanden es so, wie auch die Frauen gesagt hatten; ihn aber sahen sie nicht. 25 Und er sprach zu ihnen: O ihr Unverständigen und Trägen im Herzen, um an alles zu glauben, was die Propheten geredet haben. 26 Musste nicht der Christus dies leiden und in seine Herrlichkeit eingehen? 27 Und von Moses und von allen Propheten anfangend, erklärte er ihnen in allen Schriften, was ihn betraf. 28 Und sie nahten sich dem Dorf, wohin sie gingen; und er stellte sich, als wolle er weitergehen. 29 Und sie drängten ihn und sagten: Bleibe bei uns; denn es ist gegen Abend, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, um bei ihnen zu bleiben. 30 Und es geschah: Als er mit ihnen zu Tische lag, nahm er das Brot und segnete es; und als er es gebrochen hatte, reichte er es ihnen. 31 Ihre Augen aber wurden geöffnet, und sie erkannten ihn; und er wurde unsichtbar vor ihnen. 32 Und sie sprachen zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, wie er auf dem Weg zu uns redete und wie er uns die Schriften öffnete? 33 Und sie standen zur selben Stunde auf und kehrten nach Jerusalem zurück. Und sie fanden die Elf und, die mit ihnen waren, versammelt, 34 die sagten: Der Herr ist wahrlich auferweckt worden und dem Simon erschienen. 35 Und sie berichteten, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt worden war am Brechen des Brotes. (Lk 24, 12-35)*

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* Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.