Evangelium nach Johannes. Kapitel 5: 30 Ich vermag von mir selbst aus nichts zu tun. Wie ich höre, so richte ich, und mein Gericht ist gerecht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen des Vaters, der mich gesandt hat. 31 Wenn ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr. 32 Ein anderer ist es, der von mir zeugt, und ich weiß, dass das Zeugnis wahr ist, welches er von mir zeugt. 33 Ihr habt zu Johannes gesandt, und er hat der Wahrheit Zeugnis gegeben. 34 Ich aber nehme das Zeugnis nicht von einem Menschen, sondern ich sage dies, damit ihr errettet werdet. 35 Jener war der Leuchter, der brennt und scheint; ihr aber wolltet eine Zeitlang in seinem Licht frohlocken. 36 Ich aber habe das Zeugnis, größer als das des Johannes; denn die Werke, die mir der Vater gegeben hat, damit ich sie vollende, die Werke selbst, die ich tue, zeugen von mir, dass der Vater mich gesandt hat. 37 Und der Vater, der mich gesandt hat, er selbst hat Zeugnis von mir gegeben. Weder habt ihr je seine Stimme gehört noch seine Gestalt gesehen, 38 und auch sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch, weil ihr dem nicht glaubt, den jener gesandt hat. 39 Erforschet die Schriften; denn ihr meint ja, in ihnen ewiges Leben zu haben; und eben jene sind es, die von mir zeugen; 40 und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, damit ihr Leben habet. 41 Verherrlichung von Menschen nehme ich nicht an; 42 vielmehr habe ich euch erkannt, dass ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und doch nehmet ihr mich nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, jenen werdet ihr annehmen. 44 Wie könnt ihr glauben, da ihr Verherrlichung voneinander annehmet und die Verherrlichung, die vom einzigen Gott kommt, nicht suchet? 45 Meinet nicht, dass ich euch beim Vater verklagen werde: Der euch verklagt, ist Moses, auf den ihr eure Hoffnung gesetzt habt. 46 Denn wenn ihr Moses glaubtet, so würdet ihr mir glauben; denn von mir hat jener geschrieben. 47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubet, wie werdet ihr meinen Worten glauben?
Kapitel 6: 1 Danach kam Jesus an das jenseitige Ufer des Sees von Galiläa, des Sees von Tiberias; 2 und es folgte ihm eine große Volksmenge, weil sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken tat. (Joh 5, 30 - 6, 2)*

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* Texte des Evangeliums nach: Byzantinischer Text Deutsch. Copyright: Schweizerische Bibelgesellschaft. Veröffentlicht mit der ausdrücklichen Genehmigung der Schweizerischen Bibelgesellschaft.